Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Riege der global operierenden und börsennotierten Öl- und Gaskonzerne wird angeführt von Exxon Mobil und Chevron (beide USA), Royal Dutch Shell (NL/GB), BP (GB) und TotalEnergies (FR). Das integrierte Geschäftsmodell der Unternehmen reicht von der Exploration und Förderung von Rohöl/Gas („Upstream“) zu Aktivitäten, die sich mit der Verarbeitung zu Petrochemikalien, Kraft- und Schmierstoffen bis zum Vertrieb an den Endkunden erstrecken („Downstream“). Eni (IT), Conoco Phillips (USA), Repsol (ES), Equinor (NO) oder OMV (AT) sind ebenfalls multinational ausgerichtet, teilweise verfügen sie aber nur über nachrangige Downstream-Aktivitäten.

Mit der starken Erholung der Rohöl-, der Erdgas- und LNG-/Flüssigerdgas-Preise sowie einer sich 2021 rasant vollziehenden Normalisierung der Produktabsatzvolumina weiterhin schwach: Kerosin) generierten die Öl- und Gaskonzerne im ersten Halbjahr wieder den freien Cashflow, der zur Deckung der Dividendenzahlungen notwendig ist.

Die Analysten der NordLB bestätigten für Öl & Gas die Sektor-Einstufung „positiv“. „Die Innenfinanzierung der Dividendenzahlungen der Öl- und Gasunternehmen ist nach Beschneidung und Flexibilisierung (Royal Dutch Shell, BP, Eni) und dank des Anstiegs der Rohölnotierungen gewährleistet“. Mit der Dringlichkeit des Klimaschutzes seien Investoren auch unter Renditegesichtspunkten gezwungen, zu verfolgen, welche Konzepte zur Verbesserung des jeweiligen CO2-Fußabdrucks vorgebracht würden, zumal Ratingagenturen auf die Priorisierung der Klimaziele eingeschwenkt seien. „Mit dem Umsteuern der Konzerne aber bleiben die Renditeaussichten gewahrt“.

Exxon Mobil Corp.
ConocoPhillips

Royal Dutch Shell (A)