London (BoerseGo.de) – Nach den Rekordzuflüssen in diesem Jahr, sieht der europäische Öl-und-Gassektor hohe Abflüsse. Wie aus der Sektoren-Studie von BlackRock-ETF-Expertin Deborah Fuhr hervorgeht, haben die Anleger in der Woche bis zum 13. Mai 114,8 Millionen Dollar aus ETFs abgezogen, die den STOXX 600 Oil & Gas abbilden. Die Abflüsse aus diesem Sektor hatten bereits schon in der letzten Aprilwoche langsam begonnen. Die Anleger entnahmen aus diesen Sektoren-ETFs 11,9 Millionen Dollar. In der Folgewoche, der ersten Maiwoche, waren es dann schon 43,2 Millionen Dollar. In den Wochen zuvor hatte der Öl&Gas-Sektor mit Blick auf steigende Benzinpreise und einem harten Winter nur Zuflüsse gesehen. Auf Sicht dieses Jahres ist dieser Sektor zwar immer noch der mit den höchsten Zuflüssen. Seit Anfang 2011 bis zum 13. Mai haben die Anleger hier 367,9 Millionen Dollar investiert.

Der Sektor, der 2011 die am zweithöchsten Zuflüsse generieren konnte, ist der Bankensektor – hier überwiegen die Zuflüsse noch mit 245 Millionen Dollar. Doch auch dieser Sektor wurde in der vergangenen Woche zur Ader gelassen. Die Abflüsse lagen bei 49,5 Millionen Dollar und summierten sich für Mai damit auf bisher 64,5 Millionen Dollar. Die schwelende Euro-Krise führt offenbar dazu, dass die Anleger einen Bogen um den europäischen Bankensektor machen.

Auch der Chemiesektor, der in der Vorwoche, 108,6 Millionen Dollar an neuen Investorengelder anziehen konnten, hat in der Woche bis zum 13. Mai rot gesehen: Die Anleger zogen hier 81,9 Millionen US-Dollar ab. Insgesamt haben auch in dieser Woche die Abflüsse bei den Sektoren des STOXX 600 Europe überwogen. Das Minus lag bei 189,4 Millionen US-Dollar. Die höchsten Zuflüsse, die aber im Vergleich zu den Abflüssen eher moderat ausfallen, erzielte der Versorgersektor. Er konnte 31,3 Millionen Dollar an frischen Geldern generieren.