• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 73,10100 $/bbl.

New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise stiegen am Montag auf Mehrjahreshochs. Mit 73,63 Dollar erreichte der Brentpreis vorübergehend den höchsten Stand seit etwa zwei Jahren. Öl der US-Sorte West Texas Intermediate wird erstmals seit Oktober 2018 wieder für mehr als 70 US-Dollar je Barrel gehandelt.

Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank erklärte die steigenden Preise mit einer guten Stimmung an den Finanzmärkten und einem optimistischen Nachfrageausblick führender Energieagenturen. So habe am vergangenen Freitag hat auch die Internationale Energieagentur IEA dem Weltölmarkt trotz weiter bestehender pandemiebedingter Risiken „einen hervorragenden Zustand attestiert“, sagte Weinberg.

Die Internationale Energieagentur IEA geht davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage Ende 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben wird, wie aus neuen Prognosen der IEA vom Freitag hervorgeht. Bis dahin dürfte die globale Rohölnachfrage auf rund 100 Mio. Barrel pro Tag steigen.

Weitere Unterstützung für die Notierungen kommt von der steigenden Nachfrage. Die hohen Lagerbestände an Rohöl und Benzin in den USA sind in den vergangenen Monaten deutlich abgebaut worden. Die Benzinlager waren zwischenzeitlich in die Nähe ihrer Fünf-Jahres-Tiefstände gefallen. Die Ölproduktion in den USA liegt mit 11 Mio. bpd dazu noch leicht unter der Produktion des Vorjahreszeitraums.

Mit dem Beginn der Sommerreisesaison dürfte die Nachfrage nach Benzin weiter zunehmen, erwartet Dirk Steffen, Kapitalmarktstratege bei der Postbank. Insbesondere, falls die USA ihre pandemiebedingten Einreisebeschränkungen zeitnah lockern sollten. Zwar bestehe wie üblich das Risiko temporärer Rückschläge, mittelfristig könnte sich Öl jedoch weiter verteuern, so Steffen.

Damit die steigende Nachfrage auch bedient wird, hat die IEA den Ölverbund OPEC+ nun aufgefordert, die Produktion anzuheben. "Die OPEC+ muss den Ölhahn aufdrehen, um die globalen Ölmärkte ausreichend zu versorgen", erklärte die Organisation. Dies sei höchstwahrscheinlich unproblematisch, da dafür lediglich zwanzig Prozent der derzeit freien Kapazitäten auf Seiten der OPEC+ nötig seien.

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