• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 55,03 $/bbl.

New York/ Singapur (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise konnten gestern ihren Abwärtstrend stoppen und eine Gegenbewegung einleiten, die sich heute zunächst weiter fortsetzte, zuletzt aber standen die Notierungen wieder unter Druck. Der Brent-Ölpreis rudert aktuell zurück in Richtung der Marke von 55 Dollar/Barrel. Angesichts des Drucks, unter dem der Ölmarkt in letzter Zeit stand, war eine Entlastungsrally überfällig, doch als nachhaltig erwies sie sich dann nicht.

An der Corona-Front deutet sich trotz nach wie vor steigender Krankheits- und Todesfälle aus ökonomischer Sicht eine Entspannung an. Die Hoffnungen, dass die Epidemie bald abebben werde und die international ergriffenen Maßnahmen greifen, sind spürbar am Markt. „Energiehändler könnten dazu übergehen, eine Normalisierung der chinesischen Nachfrage im zweiten Quartal einzupreisen", hieß es in einem Kommentar des Brokers Oanda.

Einige OPEC+-Mitglieder beraten derzeit in Wien über eine zusätzliche Verringerung der Ölproduktion zur Stabilisierung der Ölpreise. Eine Konsens-Lösung ist aber noch nicht gefunden. Medienberichten zufolge wäre Russland bereit, die aktuellen Kürzungen zu verlängern, aber es sieht keine Notwendigkeit für zusätzliche Einschränkungen. Der Ausbruch des Coronavirus könnte zu einem Rückgang des Nachfragewachstums um etwa 400.000 Barrel pro Tag für die Dauer von etwa sechs Monaten führen. Angesichts dessen und der aktuellen Versorgungsunterbrechungen in Libyen dürfte eine Verlängerung der derzeitigen Quoten ausreichen, um den Markt im Gleichgewicht zu halten. Es besteht jedoch eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf diese Faktoren, da sich die libysche Produktion möglicherweise recht schnell erholen kann, während sich die Nachfrage ständig weiterentwickelt.

An anderer Stelle hat Saudi-Arabien seinen offiziellen Verkaufspreis für Arab Light um 0,80 US-Dollar/Barrel für Lieferungen nach Asien im März gesenkt. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco senkte auch die Preise für alle anderen Sorten, die im Laufe des Monats nach Asien gehen, mit Ausnahme von Arab Heavy. Die Kürzungen scheinen die Erwartungen einer schwächeren chinesischen Nachfrage widerzuspiegeln.

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