New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise haben am Montag zugelegt. Ein Barrel Brent kostete im Mittagshandel 60,92 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für WTI-Leichtöl stieg um 44 Cent auf 51,64 US-Dollar. Der Brent-Ölpreis stabilisiere sich dank der von der OPEC+ für Anfang 2019 in Aussicht gestellten Produktionskürzung bei 60 US-Dollar je Barrel, kommentieren die Rohstoffexperten der Commerzbank. Außerdem scheine der Verkaufsdruck seitens der Spekulanten nachzulassen.

    Zudem sei in den USA die Zahl der aktiven Ölbohrungen in der letzten Woche auf das niedrigste Niveau seit Mitte Oktober gefallen. Ein geringerer Anstieg der US-Schieferölproduktion würde es laut Commerzbank der OPEC+-Allianz leichter machen, den Ölmarkt im nächsten Jahr wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

    Die OPEC und verbündete Förderstaaten wie Russland einigten sich Anfang Dezember auf eine Beschränkung der täglichen Ölproduktion um insgesamt 1,2 Mio. Barrel. Unter anderem auf Grundlage dieses Ergebnisses hat die Bank of America Merrill Lynch ihre Ölpreisprognose für das kommende Jahr revidiert. Für 2019 kalkulieren die Rohstoffanalysten der Bank mit einem Brent-Ölpreis von 70 US-Dollar/ Barrel. Es sei sogar zu erwarten, dass im zweiten Quartal kommenden Jahres die Öl-Notiz noch etwas weiter steige, hieß es. Obwohl die Auswirkungen der US-Sanktionen gegen den Iran noch nicht vollständig eingepreist seien, werde es in 2019 zu einem „relativ ausgeglichenen Ölmarkt mit stabilen Beständen kommen".

    Dagegen prognostiziert die Citigroup einen Brent-Preis von 60 US-Dollar pro Barrel für das kommende Jahr und hält die Drosselung der OPEC eher für kontraproduktiv. Denn infolgedessen würden die US-Schieferölproduzenten ihre Förderung ausweiten, heißt es in einer aktuellen Studie.