• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 75,61900 $/bbl.
  • WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 73,63800 $/bbl.

New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Preis für US-Öl der Sorte WTI erzielte jüngst ein 33-Monats-Hoch und wurde höher als 74 US-Dollar je Barrel gehandelt. Ein Aufschlag von 50 Prozent in diesem Jahr. Einer der Gründe für die Ölpreisrally sind die seit Wochen deutlich stärker als erwartet und mittlerweile auf Vor-Pandemie-Niveau gesunkenen Erdöllagerbestände in den USA, wie Analysten der Postbank den rasanten Preisanstieg begründen. Die Ölproduktion in den USA liege zudem mit aktuell 11,1 Mio. Barrel pro Tag weiterhin deutlich unter den rund 13 Mio. Barrel pro Tag, die noch Anfang 2020 gefördert worden seien.

Auch andere Ölsorten handeln momentan auf Niveaus, die zuletzt im Herbst 2018 erreicht wurden. Rückenwind liefern laut den Analysten unter anderem die gefallenen Lagerbestände in China und die mangelnden Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Europa und den USA mit dem Iran über die Aufhebung von Öl-Export-Sanktionen. „Obgleich die OPEC+ kommende Woche über eine Anhebung der Fördermengen ab August diskutieren dürfte, könnte die aktuell positive Marktstimmung die Ölpreise vorerst weiter stützen“, urteilte die Postbank.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht den Ölreis (Brent) noch in diesem Sommer auf 80 Dollar je Barrel steigen. Damit sei das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht. Ein Ölpreis von 100 Dollar sei durchaus vorstellbar. Die Erwartung, dass die starke Nachfrageerholung das Angebot in den kommenden Monaten übersteigen wird, könnte dazu führen, dass die Ölpreise im Jahr 2022 kurzzeitig die Marke von 100 US-Dollar je Barrel erreichen, prognostizierte zuletzt auch Bank of America Global Research.

100 Dollar pro Barrel Öl „ist sicher möglich", sagt Harold Hamm, Executive Chairman bei Continental Resources. Die Ölpreise kommen wieder dorthin zurück, wo sie vor der Pandemie waren, so Hamm im Gespräch mit Fox Business.

Mit Blick auf die jüngste WTI-Preisentwicklung betonte Hamm, dass auch die disziplinierte Geschäftstätigkeit der US-Frackingindustrie in diesem Jahr eine Rolle bei der Reduzierung des Ölangebots gespielt habe. „Wenn man das Angebot einschränkt, steigen die Preise, und das ist genau das, was passiert“, so Hamm.
Ein Ölpreis von 100 Dollar würde womöglich ein größeres Angebot weltweit mit sich bringen, aber es bestehe andererseits auch die Möglichkeit, dass die Preise temporär bis in den dreistelligen Bereich eindringen könnten, so der CEO von Continental Resources.

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WTI Öl