• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 62,160 $/Barrel

Die Ölpreise setzten ihren am vergangenen Freitag begonnenen Anstieg auch zum Start der neuen Handelswoche zunächst fort. Brent stieg bis auf auf 63,63 US-Dollar/Barrel in der Spitze. Das war ein frisches Zweimonatshoch. Doch im Handelsverlauf am Montag drehte die Stimmung am Ölmarkt. Gewinnmitnahmen führten zu Preisnachlässen, die Brent zurück in Richtung 62 US-Dollar zogen.

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Nach Einschätzung von Marktbeobachtern stützten zunächst die aktuellen Daten zur Entwicklung der Rigs in den USA. Am Freitagabend hatte Baker Hughes gemeldet, dass die Zahl der aktiven Bohrlöcher in den USA in der Vorwoche deutlich gesunken ist. Demnach waren in der Woche bis zum 25 Januar 847 Bohrlöcher in Betrieb und damit 15 weniger als in der Woche zuvor. Das ist das niedrigste Niveau seit Mai 2018. Die US-Produktion könnte demnach weniger stark zulegen als befürchtet.

Die OPEC sieht sich Umfragen zufolge auf gutem Wege, die beschlossenen Förderbeschränkungen in die Tat umzusetzen. „Der Ölmarkt ist mehr oder weniger ausgeglichen“, urteilten Analysten der Commerzbank. Hinzu kommt die Krise in Venezuela. Die USA haben letzte Woche Sanktionen gegen den dortigen Ölsektor verhängt.

Nach Angaben der Commerzbank hinkt nur Russland mit seinen zugesagten Produktionskürzungen hinterher. Im Januar lag die Produktion laut Daten des Energieministeriums nur 35.000 Barrel pro Tag unter dem Referenzniveau im Oktober. Ursprünglich wollte man eine Drosselung um 50.000 Barrel pro Tag erreichen. Bei dem gegenwärtigen Tempo hätte Russland die zugesagte Kürzung um 230.000. Barrel pro Tag erst Ende des zweiten Quartals erreicht, was Saudi-Arabien kaum akzeptieren dürfte, so die Experten.