New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise sind mit leichten Gewinnen in die Handelswoche gestartet. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Montagmittag im Future-Trakt Februar 63,44 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am letzten Handelstag. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI (Januar) stieg im ähnlicher Größenordnung auf 57,54 Dollar

    Beide Referenzsorten werden von unterschiedlichen fundamentalen Meldungen gestützt. Im Fall der US-Sorte WTI ist es der überraschende Rückgang der US-Bohraktivität in der vergangenen Berichtswoche. Laut dem Dienstleister Baker Hughes ist die Zahl der aktiven Rigs das erste Mal seit sechs Wochen zurückgegangen (um vier Förderstellen). Was sind die Gründe für den Rückgang? Das hohe Preisniveau kann laut Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg als Erklärung nicht herhalten, da sich der WTI-Ölpreis weiterhin in Nähe zu einem Zweieinhalb-Jahreshoch aufhält. „Auch Wettereinflüsse scheinen keine Rolle gespielt zu haben, da der Rückgang nicht im winterlichen Bakken-Vorkommen in Nord-Dakota stattfand, sondern im Permian Basin in Südtexas“, so Weinberg.

    Der Preis für die Sorte Brent wird noch immer von dem Leck in der wichtigsten Ölpipeline in der Nordsee getrieben. Noch immer gibt es laut Commerzbank kein konkretes Datum, wie lange die Reparaturarbeiten andauern und wann die Pipeline wieder in Betrieb gehen wird. Damit würden derzeit weiterhin über 400.000 Barrel pro Tag an Forties-Öl fehlen, das die wichtigste Ölsorte im Brentkorb sei. „Dies dürfte einem Preisrückgang bei Brent bis auf weiteres entgegenstehen“, so die Experten.