New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise haben am Donnerstag weiter zugelegt und den höchsten Stand seit vier Monaten erreicht. Am Morgen kostete ein Barrel Brent 67,79 US-Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel WTI stieg um 15 Cent auf 58,41 Dollar.

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    Allein in diesem Jahr stieg der Preis um gut 22 Prozent. Und das, obwohl sich die Konjunkturaussichten für die Weltwirtschaft eingetrübt haben, was eine Nachfrageschwäche implizierte, US-Präsident Donald Trump wiederholt gegen hohe Ölpreise gewettert hatte und die US-Produktion in neue, ungeahnte Höhen vorstieß.

    Gestiegen sind die Ölpreise zuletzt vor allem wegen Angebotseinschränkungen. „Die OPEC und vor allem Saudi-Arabien zeigen die Bereitschaft, die Produktion zu drosseln, um den Preis steigen zu lassen, und die Produktionsausfälle in Venezuela wirken ebenfalls unterstützend,“ begründete Eugen Weinberg von der Commerzbank den jüngsten Preisanstieg. Die gesamte OPEC-Förderung ist bis Februar um rund 2 Mio. Fass je Tag zurückgegangen. Das liegt nur zum Teil an der Förderbeschränkung der OPEC und der Krise in Venezuela. Auch die Förderung in Libyen, und Iran ist deutlich zurückgegangen. Einerseits wegen politischer Spannungen, andererseits wegen amerikanischer Sanktionen.

    In Libyen könnte sich die Förderung im März wieder etwas erholen, Venezuela dürfte dagegen ohne Strom noch weiter abrutschen. Saudi-Arabien hat Anfang dieser Woche angekündigt, die Fördermenge weiter zu reduzieren, von 10,1 auf 9,8 Mio. Barrel pro Tag.