New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Rohölpreis bewegt sich am Dienstag kaum. Noch am Montag kam es zu heftigen Abschlägen von zeitweise vier Prozent. Brent-Öl kostete im Mittagshandel knapp 72 Dollar je Barrel, US-Leichtöl der Sorte WTI gut 68 Dollar/Barrel.

    Der globale Handelsstreit hat Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft geschürt, was die Ölpreise grundsätzlich unter Druck setzt. Aus Sicht der Commerzbank hat sich am Ölmarkt zuletzt aber vor allem die Wahrnehmung der Nachrichten geändert. Preistreibende Nachrichten, die es weiterhin zahlreich gebe, wie den Streik in Norwegen, Ausfälle in Libyen und Kanada, würden ignoriert, preisbelastende Nachrichten dagegen umso stärker beachtet.

    Für Abgabedruck sorgte gestern ein Berict, demzufolge Saudi-Arabien zusätzliche Lieferungen an asiatische Kunden bereitgestellt habe. Auch Gerüchte über eine Freigabe von strategischen Ölreserven durch die USA, um die steigenden Ölpreise zu dämpfen, belastete. Der russische Energieminister Alexander Novak hatte bereits Produktionssteigerungen angedeutet. Heute belastet der weitere Anstieg der US-Schieferölproduktion. Diese soll im August laut US-Energiebehörde um zusätzliche 144.000 Barrel pro Tag zulegen.