• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Citi Indikation / Kursstand: 60,41300 $/bbl.

New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise sind am Mittwoch den zweiten Tag in Folge gestiegen. Brent eroberte die Marke von 60 Dollar zurück, WTI notierte bei 54 Dollar (jeweils je Barrel).

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An den Finanzmärkten werden die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus diskutiert. Immer mehr Fluggesellschaften reduzieren oder streichen Flüge nach China, Unternehmen erwägen Produktionsschließungen im Land. „Während das Coronavirus sowohl innerhalb als auch außerhalb Chinas weiter verbreitet wird, versucht der Markt, seine Positionen in sämtlichen Anlageklassen darauf abzustimmen“, sagte Ole Hansen, Analyst der Saxo Bank. „Rohstoffe, die größtenteils vom globalen Wachstum und der Nachfrage abhängen, sind ins Fadenkreuz dieser Entwicklungen geraten. China ist der weltweit größte Einkäufer für viele Rohstoffe - von Rohöl bis hin zu Kupfer und Eisenerz“, so Hansen.

Unter anderem stellte British Airways Direktflüge zwischen Großbritannien und dem chinesischen Festland ein. Dies gelte ab sofort, teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Damit folge sie verschärften Reisewarnungen des britischen Außenministeriums. Die Nachfrage nach Kerosin in Asien ist derweil eingebrochen, da viele Fluggesellschaften ihre Verbindungen gestrichen haben.

Die OPEC will die beschlossenen Drosselungen der Ölförderung ab März bis mindestens Juni verlängern und die Kürzungen möglicherweise noch ausweiten, falls die Nachfrage nach Öl in China zurückgeht, berichteten OPEC-Insider der Nachrichtenagentur Reuters. „Eine weitere Verlängerung ist durchaus möglich, und ein stärkeres Ausmaß ebenfalls“ sagte ein Insider. „Die Auswirkungen des China-Virus auf die Ölnachfrage dürften sich in der kommenden Woche deutlicher zeigen.

Für Auftrieb bei den Ölpreisen sorgte auch die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA. In den USA sind die Rohölbestände in der vergangenen Woche nach Angaben des American Petroleum Institute um 4,3 Millionen Barrel gesunken. Analysten hatten dagegen einen Zuwachs von 482.000 Barrel erwartet. Die Benzinvorräte stiegen um 3,3 Millionen Barrel (hier waren Analysten von einem Zuwachs von 1,3 Millionen Barrel ausgegangen). Die Vorräte an Destillatbrennstoff, zu denen auch Diesel und Heizöl gehören, gingen um 141.000 Barrel zurück (Prognose: Rückgang um 1 Mio. Barrel. Die offiziellen Zahlen den Lagerbeständen von Rohöl und Destillaten werden im Laufe des Nachmittags von der Energy Information Administration veröffentlicht. Hier erwarten Analysten allerdings einen Anstieg der Reserven.

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Brent Crude Öl