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Energie: Die Ölpreise notieren auf dem höchsten Stand seit vier Monaten. Somit geht die Strategie der OPEC bislang auf, mittels einer Reduktion des Angebots den Ölmarkt zu verknappen und höhere Preise zu erzielen. Ob diese Strategie auch langfristig Erfolg hat, muss sich erst noch zeigen. Der gestern veröffentlichte OPEC-Monatsbericht zeigte das Dilemma auf, in dem sich die OPEC befindet. Zwar ging die OPEC-Ölproduktion im Februar erneut spürbar zurück, weil Venezuela weitere Angebotsausfälle verzeichnete und Saudi-Arabien die Produktion stärker kürzte als erforderlich. Gleichzeitig sinkt aber auch der Bedarf an OPEC-Öl, da das Nachfragewachstum etwas geringer ausfällt und das Nicht-OPEC-Angebot stärker steigt. Die OPEC ist also gezwungen, die Produktion weiter zu drosseln, damit es nicht wieder zu einem Überangebot kommt. Das OPEC-Sekretariat hat die Ölproduzenten gestern dazu aufgerufen, ein erneutes Überangebot in diesem Jahr unbedingt zu verhindern. Dies klingt nach einer Aufforderung, die Mitte des Jahres auslaufenden Produktionskürzungen bis Jahresende zu verlängern. Ein derartiger Beschluss könnte schon beim „OPEC+“-Treffen Mitte April getroffen werden. Am Sonntag kommen Vertreter der an den Produktionskürzungen beteiligten OPEC- und Nicht-OPEC-Länder zu einem Treffen in Baku zusammen. Normalerweise geht es dort lediglich um eine Beurteilung der bisherigen Maßnahmen. Diesmal dürfte aber auch über die Frage einer Verlängerung des Kürzungsabkommens diskutiert werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Die britischen Abgeordneten haben gestern für eine Verschiebung des Brexit-Austrittsdatums um drei Monate gestimmt. Premierministerin May muss nun formal bei der EU eine Verlängerung der Frist beantragen. Dieser müssen alle 27 EU-Staaten zustimmen, was auf dem EU-Gipfel nächste Woche Donnerstag geschehen könnte. Davor muss allerdings das britische Parlament das zweimal abgelehnte Austrittsabkommen doch noch annehmen. Ist dies nicht der Fall, könnte sich der Brexit noch wesentlich länger hinziehen. Ungeachtet dessen setzt Gold seinen Zickzack-Kurs fort. Es ist aktuell wieder genauso teuer wie vor einer Woche.
Laut Angaben des Verbands der europäischen Automobilhersteller (ACEA) sind die Autoneuzulassungen in der EU auch im Februar gefallen. Die Dynamik hat aber deutlich nachgelassen, ein Boden scheint erreicht zu sein. Dennoch hat die ACEA 2019 unlängst als ein schwieriges Jahr eingestuft. Sie erwartet die EU-Autoverkäufe auf dem Niveau des Vorjahres. Damit würde der EU-Automarkt das zweite Jahr in Folge kaum messbar wachsen. Als Gründe für die Stagnation führt die ACEA die unklare Brexit-Situation, die Drohung der USA von Importzöllen auf Autos aus der EU sowie strenge CO2-Richtlinien an. Platin erholt sich heute Morgen von seinen gestrigen Verlusten, Palladium nähert sich seinem Rekordhoch. Russland erwägt laut Aussagen des Handels- und Industrieministeriums, von Anfang Mai bis Ende Oktober keinen Edelmetallschrott zu exportieren und diesen stattdessen selbst zu verarbeiten. Dies könnte zu neuerlichen Angebotssorgen am Palladiummarkt führen und den Preis über sein bisheriges Rekordhoch treiben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ7RLP Long Gold-Future Faktor: 4
CJ7RLG Short Gold-Future Faktor: -4

Industriemetalle: Neben den durchwachsenen chinesischen Konjunkturdaten hat gestern auch eine Meldung die Metallpreise belastet, wonach das geplante Treffen zwischen Trump und Xi zur Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen den USA und China frühestens Ende April stattfinden soll. Dies ist aber an und für sich nichts Neues. Denn schon letzte Woche wurde bekannt, dass sich die beiden Präsidenten im März nicht mehr treffen werden. Obwohl beide Seiten in den letzten Tagen über Fortschritte in den Gesprächen berichteten, betonten gerade die USA, dass noch viel zu tun sei. Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat heute den Nationalen Volkskongress beendet und angekündigt, dass die Steuersenkungen zum 1. April in Kraft treten. Damit soll die schwächelnde Wirtschaft unterstützt werden. Gleichzeitig erteilte Li umfangreichen Stimu­lierungs­maßnahmen wie einer quantitiativen Lockerung der Geldpolitik oder einer massiven Ausweitung der Staatsausgaben eine Absage. Während die chinesischen Aktienmärkte positiv auf die Worte von Li reagierten, zeigen sich die Metallpreise eher verhalten. Einzig Kupfer ist etwas fester. In Chile verzögert sich die Wiederinbetriebnahme zweier Schmelzen in zwei Kupferminen weiter. Die Schmelzen mussten wegen strengerer Umweltrichtlinien im Dezember die Produktion einstellen. Laut Einschätzungen von Gewerkschaftsvertretern könnte sich der Neustart bis in den Mai hinein verzögern. Dem ohnehin schon angespannten Kupfermarkt fehlen wegen der Probleme in Chile wahrscheinlich mehrere hunderttausend Tonnen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Kupfer-Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Kupfer-Future Faktor: -5

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