Wien (Godmode-Trader.de) - Die Auswirkungen des Hurrikans Ida stützen den Ölmarkt weiterhin. 43,6 Prozent der US-Offshore-Förderung im Golf von Mexiko ist nach wie vor unterbrochen. Seit Ende August sind durch den Hurrikan Ida rund 26 Mio. Barrel Rohöl nicht gefördert worden. Doch die Branche steht bereits vor einem weiteren Sturm. Der Tropensturm Nicholas steht kurz davor, auf die texanische Küste zu treffen. Einige Produzenten haben bereits Mitarbeiter von Offshore-Plattformen im Golf evakuiert.

Die OPEC hat in ihrem neuesten Monatsbericht ihre Nachfrageprognose für 2022 entgegen der Erwartungen nicht nach unten revidiert. Das Ölkartell geht von einem Nachfrageanstieg um 4,2 Mio. Barrel pro Tag aus. Die OPEC sieht damit einen deutlich höheren Bedarf an OPEC-Öl im Vergleich zur Prognose vor einem Monat. Sie folgt hier der Einschätzung des Gemeinsamen Technischen Komitees (JTC) der OPEC+ von vor zwei Wochen.

Der Bedarf an OPEC-Öl soll im nächsten Jahr auf 28,7 Mio. bpd steigen, was neben der höheren Nachfrage auch an einem etwas geringer als zuvor erwarteten Nicht-OPEC-Angebot liegt. Insgesamt soll die Ölnachfrage im nächsten Jahr auf durchschnittlich 100,83 Mio. Barrel pro Tag steigen, was über dem Niveau vor Ausbruch der Pandemie läge.

Ausgehend von der aktuellen Produktionsmenge müsste die OPEC ihr Angebot laut Commerzbank um knapp 2 Mio. Barrel pro Tag erhöhen, damit der Ölmarkt im nächsten Jahr angemessen versorgt ist. „Dies wird durch die geplante graduelle Erhöhung der Ölproduktion in den kommenden Monaten auch geschehen".