Peking (Godmode-Trader.de) - Am Dienstag, den 19. März, übersprang der Palladiumpreis erstmals die Marke von 1.600-Dollar und markierte im Tagesverlauf ein neues Allzeithoch bei 1.606,50 US-Dollar pro Feinunze. Dieses Allzeithoch wurde am 21. März mit einem neuen Rekordstand bei 1.621,50 US-Dollar im Tagesverlauf getoppt. Rohstoffexperten der Commerzbank gingen vergangene Woche davon aus, dass es sich bei dem jüngsten Preissprung in erster Linie um „spekulatives Kaufinteresse" gehandelt habe.

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    Die erhöhte Nachfrage nach dem Metall der Automobilindustrie und zugleich ein knappes Angebot - der Markt befindet sich bereits das achte Jahr in Folge in einem Angebotsdefizit - sorgten für die Preishausse, die Mitte vergangenen Jahres enorm an Schubkraft gewann.

    Aus Sicht der Commerzbank ist eine Korrektur des Palladiumpreises trotz der spezifischen fundamentalen Entwicklungen längst schon überfällig. Zu steil verlief der Aufwärtstrend. Und die Experten sollten Recht behalten. Gestern brach der Preis in der Spitze um 6,5 Prozent bzw. 100 US-Dollar ein. Heute wiederholte sich das Schauspiel in ähnlicher Größenordnung. Die Notiz liegt nun nur noch bei 1.350 US-Dollar/Unze und damit bereits fast 300 Dollar unter dem Rekordhoch von vergangener Woche. Die Frage, ob das jetzt schon das Platzen einer Blase sei, wollten die Commerzbank-Fachleute nicht beantworten. Denn dafür müsste der Preis eigentlich noch weiter fallen. Doch der Anfang dafür scheint jedenfalls gemacht.