• Palladium - Kürzel: XPD/USD - ISIN: XC0009665529
    Börse: FOREX / Kursstand: 2.716,95 $/oz.

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Am Palladiummarkt geht der Irrsinn weiter, schrieben gestern die Analysten der Commerzbank in ihrem Tageskommentar zum Rohstoffmarkt. In der Tat dreht das Edelmetall diese Woche einmal mehr mächtig auf: Auf einen Preisanstieg um über 4 Prozent am Dienstag folgte gestern zeitweise ein Sprung um 8 Prozent auf 2.850 US-Dollar je Feinunze in der Spitze. Somit hat Palladium an einem Tag deutlich mehr als 300 Dollar an Wert zugelegt.

WERBUNG

Solch ein Preissprung lässt sich fundamental nicht mehr rechtfertigen. Am heutigen Donnerstag kam es zu Gewinnmitnahmen, mit aktuell rund 2.720 US-Dollar/Unze notiert das Edelmetall aber immer noch auf einem ungemein hohen Niveau.

Es gibt weiterhin Meldungen, die auf einen stark angespannten Markt hindeuten. So erwartet der Edelmetallhändler Heraeus, dass der Palladiummarkt in diesem Jahr auf ein Angebotsdefizit von fast 16 Tonnen zusteuert. Die Schwäche der weltweiten Autoindustrie mit rückgängigen Absatzzahlen habe keine Auswirkungen. Denn die in den Motoren zum Einsatz kommenden Katalysatoren zur Abgasreinigung würden aufgrund immer strengerer Emissionsvorschriften einen höheren Bedarf von Edelmetallen nach sich ziehen, was die Rückgänge an den Automärkten mehr als kompensieren würde. Das Marktdefizit stütze den Preis. Sollte es zu irregulären Förderunterbrechungen kommen, könnte die Preisrally erneut angefacht werden.

Aktuell ist die Feinunze Palladium 1.740 US-Dollar teurer als das Brudermetall Platin, das wieder unter der 1.000 Dollar-Marke gastiert. Gold kostet derzeit trotz seiner jüngsten Aufwärtsbewegung über 1.100 US-Dollar weniger. Gestern war der preisliche Unterschied noch jeweils fast 100 Dollar höher. Die Commerzbank stellte am Mittwoch fest: „So groß war die Preisdifferenz von Palladium zu diesen beiden Edelmetallen noch nie“.

PALLADIUM-Grenzenlos-Bernd-Lammert-GodmodeTrader.de-1
Palladium