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Energie: Optimismus über eine mögliche Lösung des Handelskonflikts ließ die Ölpreise gestern um bis zu 5 % steigen. Brent überwand erstmals seit Mitte Dezember wieder die Marke von 60 USD je Barrel und stieg dann im Handelsverlauf weiter bis auf 61,7 USD. WTI, das bereits am Vortag die Marke von 50 USD überwunden hatte, erreichte in der Spitze 52,5 USD. Über Nacht setzten dann Gewinnmitnahmen ein, die die Preise ca. 1 USD nachgeben ließen. Der deutliche Preisanstieg seit Ende Dezember stellt eine Korrektur des vorherigen übertriebenen Preisrückgangs dar. Das aktuelle Preisniveau steht u.E. eher im Einklang mit den Fundamentaldaten als das Preisniveau kurz vor Weihnachten (Brent 50 USD, WTI 42 USD). Denn falls sich die Ölnachfrage nicht spürbar abschwächt, wird das Überangebot am Ölmarkt nach und nach verschwinden. An der Entschlossenheit zum Marktausgleich ließ Saudi-Arabiens Energieminister al-Falih keine Zweifel aufkommen. Die OPEC+ werde es seinen Worten zufolge nicht zulassen, dass die Lagerbestände über das normale Niveau hinaus ansteigen. Saudi-Arabien hat seine Produktion laut al-Falih inzwischen bereits auf 10,2 Mio. Barrel pro Tag gekürzt. So kommt es auch, dass die US-Lagerdaten die Ölpreise gestern nur kurzzeitig belasten konnten, obwohl sie einen geringer als erwarteten Abbau der Rohölvorräte und einen massiven Anstieg der Lagerbestände von Ölprodukten zeigten. Allerdings hatte bereits das API am Vortag einen ähnlich starken Lageraufbau bei Benzin und Destillaten gemeldet, so dass die Überraschung hierüber gering war.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Palladium ist gestern zunächst weiter in ungeahnte Höhen vorgedrungen und hat mit 1.344 USD je Feinunze ein neues Rekordhoch markiert. Anschließend setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein, so dass es heute Morgen rund 30 USD tiefer notiert. Was sich in den letzten Monaten schon andeutete, hat gestern ein privater Verband bestätigt: Die Autoabätze in China sind im letzten Jahr erstmals seit über 20 Jahren gefallen (-6 % auf 22,7 Mio. Autos). Der noch nicht gelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der starke Rückgang der chinesischen Aktienmärkte, der auf wirtschaftliche Schwierigkeiten im Land hindeutet, haben Käufer zurückgehalten. Im Gegensatz zu dem privaten Verband erwartet der Verband der chinesischen Automobilproduzenten (CAAM) für 2019 keine Erholung der Autoabsätze. Steigende Verkäufe von Elektroautos sollen demnach eine schwächere Nachfrage nach Benzinern lediglich ausgleichen. Allerdings soll die Regierung an Maßnahmen arbeiten, um die Nachfrage nach Autos anzuheizen. Durch den starken Preisanstieg von Palladium hat sich die Preisdifferenz zu Platin erstmals auf über 500 USD je Feinunze ausgeweitet. Wir können uns nicht vorstellen, dass dies noch viel länger spurlos an der Nachfrage vorbeigeht. Früher oder später wird es wohl in der Autoindustrie zu Substitutionseffekten zugunsten von Platin kommen.
Gold legt seit gestern Mittag deutlich zu und hat sich wieder der Marke von 1.300 USD je Feinunze genähert. Grund hierfür ist der schwache US-Dollar, der nach taubenhaften Äußerungen einiger FOMC-Mitglieder spürbar abwertete. Auch das Protokoll der letzten Fed-Sitzung trug zur Dollar-Schwäche bei.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ7RLP Long Gold-Future Faktor: 4
CJ7RLG Short Gold-Future Faktor: -4

Industriemetalle: Hoffnungen auf eine Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben den zyklischen Rohstoffen gestern Auftrieb gegeben. Laut US-Angaben verliefen die jüngsten Gespräche positiv. Ein offizielles Statement aus China steht noch aus. Laut Angaben eines Vertreters des Energie- und Bergbauministeriums in Indonesien wird die Kupferproduktion in der „Grasberg“-Mine, der weltweit zweitgrößten Kupfermine, in diesem Jahr um über 40 % auf 1,2 Mio. Tonnen fallen. Grund hierfür ist, dass die Produktion dort vom Tagebau auf den Untertagebau umgestellt wird. Der Minenbetreiber hatte schon vor längerer Zeit angekündigt, dass 2019 für „Grasberg“ ein Übergangsjahr wird. Erst 2022 soll die Produktion wieder normale Niveaus erreichen. Die geringere Produktion führt auch zu deutlich niedrigeren Exporten. Laut Ministeriumsangaben sollen in diesem Jahr nur noch 200 Tsd. Tonnen Kupferkonzentrat aus der Mine exportiert werden, nach 1,2 Mio. Tonnen im letzten Jahr. Der Großteil des Konzentrats wird zukünftig in Indonesien selbst verarbeitet. Während in Indonesien die Produktion fällt, steht in Chile neues Angebot in den Startlöchern. Die chilenische Kupferkommission erwartet, dass die Kupferproduktion bis 2022 wegen der Inbetriebnahme neuer Projekte um 20 % auf 6,81 Mio. Tonnen ausgeweitet wird. Auch die Exporte von Kupferkonzentrat sollen demnach deutlich steigen, da es derzeit keine Pläne gibt, die Schmelz- und Verarbeitungskapazitäten in Chile auszubauen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Kupfer-Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Kupfer-Future Faktor: -5

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