In der vergangenen Woche hatten wir Sie an dieser Stelle auf die explosive Lage beim Silber hingewiesen. Prompt war der Silberpreis schon am Montag in Schwung gekommen und hatte im Wochenverlauf die Marke von 17,75 US-Dollar touchiert. Die folgende Abbildung lässt erahnen, was beim ältesten Geldmetall der Welt los sein wird, sollten die „Ketten“ endgültig gesprengt werden, etwa weil kapitalstarke Großinvestoren (wieder) in den Sektor einsteigen.

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Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir das beobachten werden. Denn alle Zutaten für die nächste ganz große Hausse bei den Edelmetallen sind längst angerichtet.

Die systembedingt zwingend erforderliche Geldmengenausweitung und die damit einhergehende Zerstörung des Geldwertes durch die Zentralbanken sind zwei der wichtigsten Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen.

Ganz ähnlich wie zu Zeiten der Internetblase zur Jahrtausendwende dürfte dies in den kommenden Jahren zu ungeahnten Exzessen bei den Produzenten „wahrer Werte“ führen.

Dass wir von einer Kaufpanik und den zu erwartenden Bewertungsexzessen kommender Jahre im Minensektor noch meilenweit entfernt sind, das verdeutlichen einige Kennzahlen:

Aktuell haben die weltweit fünf größten Goldproduzenten Barrick Gold, Newmont Mining, Anglogold Ashanti, Goldcorp und Kinross Gold zusammengenommen einen Börsenwert von rund 62 Milliarden US-Dollar. Das sind etwa 55 Milliarden Euro - und entspricht in etwa dem Börsenwert von BMW.

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Nun könnte man vermuten, dass nach der jüngsten Rallye in dem Sektor einiges an Kursgewinnen bereits „verfrühstückt“ ist. Doch dem ist nicht so. Trickreich ist die Lage bei den Gold- und Silberminen derzeit vor allem deshalb, weil jetzt die teilweise noch stark zurückgebliebenen Titel aus der zweiten und dritten Reihe am Zuge sind.

Das Muster entspricht dem Verlauf früherer Goldminen-Haussen. Es wird der Reihe nach "durchgewechselt", wobei die kleinen Unternehmen den großen Konzernen nachfolgen.

Ein Beispiel ist die Aktie von Americas Silver (USA). Nachdem wir hier vor einiger Zeit bei 0,16 CAN-Dollar ausgestoppt wurden, hatten wir die Anteilsscheine unseren Lesern in der April-Ausgabe erneut zum Kauf empfohlen: Binnen kürzester Zeit haben die Anteilsscheine daraufhin noch einmal 60 Prozent draufgepackt.

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Bewertungstechnisch ist da durchaus noch Platz nach oben: Zum Jahresende 2015 verfügte der Konzern in allen Nachweiskategorien über 107,8 Millionen Unzen Silber. Schon bei einem Silberpreis von rund 20,00 US-Dollar je Unze entspricht dies einem Marktwert von rund 2,2 Milliarden US-Dollar.

Entscheidend dabei sind unter anderem die Produktionskosten: Im vierten Quartal hat das Unternehmen 1,2 Millionen Unzen bei Gesamtkosten von 18,45 US-Dollar je Unze aus der Erde geholt. Die relativ hohen Produktionsaufwendungen führen zu einem immensen Gewinnhebel und verdeutlichen das Potential das hier bei nachhaltig steigenden Silberpreisen schlummert. Denn mit einem Börsenwert von 116 Millionen US-Dollar ist das Unternehmen immer noch ein Winzling.

Wobei auch 116 Millionen schon wieder relativ „viel“ ist, wie wir in der April-Ausgabe ebenfalls gezeigt haben. Denn die ganz großen Kursgewinne dürften geduldige Anleger in der gerade anlaufenden Goldminenhausse nach aller Erfahrung dort einfahren, wo die Börsenwerte heute noch einstellig sind...

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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG. Weitere Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de


Andreas Hoose vertritt mit diesem Artikel seine eigene Meinung. Diese muss sich nicht zwangsläufig mit der Meinung von GodmodeTrader decken. Es erfolgt keine Prüfung durch eine Schlussredaktion.