Die PCE-Kerninflationsrate (eigentlich: PCE-Kerndeflator) ging von 4,9 Prozent im April auf 4,7 Prozent im Mai zurück, wie das US-Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Volkswirte der Banken hatten einen etwas weniger starken Rückgang auf 4,8 Prozent erwartet. Die PCE-Kerninflationsrate gilt als der bevorzugte Inflationsmaßstab der US-Notenbank Fed. Es handelt sich um die Inflationsrate auf Jahressicht bei den persönlichen Konsumausgaben (PCE) der US-Amerikaner, ohne die Ausgaben für Nahrungsmittel und Energie (Kernrate).

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Inklusive Energie und Nahrungsmitteln lag die PCE-Inflationsrate (auch: PCE-Deflator) im Vorjahresvergleich bei 6,3 Prozent, nach ebenfalls 6,3 Prozent im April.

Im Monatsvergleich stieg der PCE-Kernpreisindex im April um 0,3 Prozent nach ebenfalls 0,3 Prozent im Vormonat und der weiter gefasste PCE-Preisindex um 0,6 Prozent nach 0,2 Prozent im Vormonat.

Es handelt sich bereits um den dritten Rückgang der PCE-Kerninflationsrate in Folge. Im Februar hatte die PCE-Kerninflationsrate mit 5,3 Prozent den höchsten Stand seit den 80er-Jahren erreicht. Der erneute Rückgang könnte möglicherweise die Erwartung der Märkte befeuern, dass der Höhepunkt bei der Inflation erreicht ist.

Die PCE-Kernpreisinflation gilt als das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Fed-Chef Jerome Powell stellte auf der Pressekonferenz zum letzten Zinsentscheid aber klar, dass die Fed durchaus die gesamte Inflation im Blick hat, wenn es darum geht, das Mandat der Preisstabilität zu erfüllen. Schließlich müssten Verbraucher auch die gesamte Inflation inklusive gestiegener Nahrungsmittel- und Energiepreise bezahlen, so Powell. Die Kernrate eigne sich aber wegen ihrer geringeren Schwankungsanfälligkeit besser für die Prognose, so der Notenbankchef.

Angesichts der hohen Inflation strafft die US-Notenbank ihre Geldpolitik derzeit stark. Beim letzten Zinsentscheid wurde der Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Für den Zinsentscheid im Juli wird ebenfalls ein "großer Zinsschritt" um 0,5 oder 0,75 Prozentpunkte in Aussicht gestellt.

Die reguläre Inflationsrate in den USA (auf Basis des Consumer Price Index, CPI) war im Mai auf 8,6 Prozent gestiegen. Die hohe Inflation und die dadurch ausgelöste Erwartung stark steigender Zinsen hatte zuletzt zu den größten Unsicherheitsfaktoren für den Aktienmarkt gehört.

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