Peking (Godmode-Trader.de) - Der Staatsrat der Kommunistischen Partei in China hat am Montagabend eine Reihe von fiskalpolitischen Maßnahmen beschlossen, um die Wirtschaft zu stützen, u. a. eine „energischere Steuerpolitik“. Mit den Neuerungen soll vor allem die heimische Nachfrage belebt werden, zudem möchte die Regierung flexibler auf „externe Unsicherheiten“ reagieren können, womit wohl der Handelsstreit mit den USA gemeint ist.

    Die Fiskalpolitik soll demnach zukünftig proaktiver gestaltet und besser mit der Finanzpolitik abgestimmt werden. „Es werden mehr Anstrengungen unternommen, um die Erhebung von Steuern zu erleichtern und das Geschäftsumfeld zu verbessern“, heißt es in dem Plan. Die Regierung drängt die Provinzverwaltungen, über Anleihen mehr in Infrastruktur zu investieren. Außerdem werden Unternehmenssteuern auf Forschungsausgaben gesenkt und die Unterstützung für kleine Unternehmen ausgeweitet. „Damit bewegt sich die chinesische Regierung weg von ihrer Entschuldungskampagne und hin zu einer lockereren Fiskal- und Geldpolitik“, kommentierte die Commerzbank.

    Die Aussicht auf Konjunkturhilfen schob die Aktienmärkte in China am Morgen an. Laut Stratege Zhiwei Zhang dürften steuerliche Anreize für Unternehmen und für Infrastrukturprojekte für eine Erholung im weiteren Jahresverlauf sorgen. China mache damit einmal mehr deutlich, wie gering die Angriffsfläche für US-Präsident Donald Trump sei.