Die Lage auf dem chinesischen Immobilienmarkt wird nicht besser. Das Problem wird damit auch für die politische Führung immer größer. Mehr als ein Dutzend Entwickler sind in Schwierigkeiten. Das hat weitreichende Konsequenzen, auch über den Immobilienmarkt hinaus. Chinas Wirtschaft ist wie kaum eine andere vom Immobiliensektor abhängig. Bautätigkeit macht mehr als ein Viertel der Wirtschaftsleistung aus. Da es in diesem Sektor stockt, wuchs auch die Gesamtwirtschaft im vergangenen Quartal kaum. Niedriges Wachstum ist ein Problem, denn wenn Beschäftigung, Löhne und Wohlstand nicht steigen, verliert die Partei Legitimität. Damit nicht genug. Immobilienentwickler haben sich viel Geld bei der Bevölkerung geliehen. In Anlageprodukten konnten Privathaushalte am einstigen Boom partizipieren. De facto waren diese Produkte Geldbeschaffung für die Unternehmen. Privathaushalte, die eine Immobilie kaufen wollten, haben hohe Anzahlungen geleistet und sich dafür verschuldet. Bei Insolvenz eines Entwicklers bleiben die Schulden bestehen, doch eine Immobilie gibt es nicht. Die meisten sind noch lange nicht gebaut...

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