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Zürich (BoerseGo.de) - Eine von GAM, einem Schweizer Asset Manager, durchgeführte Umfrage bei professionellen Anlegern untermauert das herausfordernde Investitionsumfeld für Vorsorgeeinrichtungen. So sind 78 Prozent der Befragten der Überzeugung, dass angesichts des zunehmenden Lebensalters der Versicherten die Mehrheit der Pensionskassen ihre langfristigen Investitionsziele nicht erreichen wird, wie GAM in einer Pressemeldung mitteilt.

Dabei würden regulatorische Hürden als einer der Hauptgründe für die unzureichende Anlageperformance verantwortlich gemacht. Diese sei entscheidend dafür, den Deckungsgrad stabil zu halten und allen Verpflichtungen nachkommen. 64 Prozent der Befragten seien sich einig darüber, dass sich die regulatorischen Vorgaben ändern müssten, um Pensionskassen eine höhere Flexibilität in ihren Entscheidungen bezüglich Asset-Allokation zu ermöglichen, heißt es.

„Die Hälfte der befragten professionellen Investoren sagen, dass sie die Asset-Allokation über die nächsten drei Jahre zugunsten aktiv gemanagter Produkte erhöhen werden. Nur 13 Prozent wollen dies bei passiven Anlageprodukten tun. Mit Blick auf das zweite Halbjahr 2015 stehen bei den vorgesehenen Neu-Allokationen bei 38 Prozent der befragten Investoren Alternative Investments zuoberst auf der Liste, gefolgt von europäischen Aktien (35 Prozent) und Schwellenländer-Aktien (27 Prozent)“, so GAM.

Zu den größten derzeitigen Risiken für Anleger gehörten laut den Teilnehmern der Umfrage geopolitische Unsicherheiten, das Ausbleiben der wirtschaftlichen Erholung und Zinsentscheidungen. Lediglich ein Drittel der Befragten (34 Prozent) erwarte einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone, und nur neun Prozent glaubten, dass Großbritannien unter der neuen Regierung aus der EU austreten werde, heißt es weiter.

Alexander Friedman, Group CEO von GAM, erklärt: „Es ist klar, dass die Politik sowie geldpolitische Fehlentscheidungen über die nächsten Monate die größten Risiken für die Finanzmärkte bleiben. Nichtsdestotrotz sprechen die wirtschaftlichen Grunddaten für eine weitere Erholung. Das Anlageumfeld hat sich in den letzten Jahren massiv geändert, insbesondere seit die Geldpolitik der Zentralbanken nicht mehr homogen verläuft. Wir sind der Meinung, dass die Märkte einen Wendepunkt erreicht haben: die wahllose Rally risikoreicher Anlageklassen geht ihrem Ende entgegen und Anleger müssen einen aktiven Ansatz nutzen, um die Alpha-Quellen der nächsten Jahre zu identifizieren. Pensionskassen sind zu Recht besorgt darüber, wie sie ihren Verpflichtungen nachkommen werden und glauben, dass ein flexibler Anlageansatz nötig ist, um diese Situation zu meistern. Die größte Herausforderung für Asset Manager ist es, Kunden Strategien anzubieten, die sich unterscheiden und echten Mehrwert bieten. Auf passive Anlagen kann im aktuellen Marktumfeld nicht vertraut werden. Anleger wollen sehen, dass ihre Portfoliomanager überzeugt sind von ihren Ideen. Wir bei GAM sind der Meinung, dass dies zur Erzielung attraktiver Renditen unabdingbar ist.“