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Der bekannte US-Ökonom und Börsenexperte Peter Schiff rechnet mit einer neuen Finanzkrise. "Wir steuern auf eine viel größere Krise als im Jahr 2008 zu", sagte Schiff in einem auf Youtube veröffentlichten Interview mit Christopher Greene von AMTV.

Die US-Notenbank werde keine weiteren Zinserhöhungen mehr beschließen. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis der Leitzins wieder bis auf null oder sogar in den negativen Bereich gesenkt werden müsse. Möglich sei außerdem ein neues QE-Programm und die Einführung von Helikoptergeld, also direkte Finanztransfers von der Notenbank an den Staat oder die Bürger.

Verantwortlich für die desaströse Lage der US-Wirtschaft sei die lockere Geldpolitik der US-Notenbank. "Die Wirtschaft ist heute in einem viel schlechteren Zustand als zu dem Zeitpunkt, als die Fed mit dem Versuch anfing, die Wirtschaft zu retten. Die Probleme werden erst von der Fed geschaffen. Die Zinsen waren zu niedrig als sie bei einem Prozent lagen - das war es, was zur Entstehung der Immobilienblase geführt hat. Aber dadurch, dass die Zinsen sieben Jahre lang bei null gehalten wurden, ist der Schaden für die Wirtschaft noch viel größer als zuvor", betonte Schiff.

Am Ende der Entwicklung werde ein völliger Dollar-Kollaps stehen, weil die Fed eine Deflation nicht zulassen werde. Nachdem im Dezember 2015 die Leitzinsen angehoben wurden, sei Anfang 2016 an der Wall Street der schlechteste Jahresstart aller Zeiten verzeichnet worden. Anschließend sei die Fed zurückgerudert und habe von weiteren Zinserhöhungen Abstand genommen.

"Sie wollen nicht, dass die Immobilienpreise zusammenbrechen, sie wollen nicht, dass die Anleihekurse einbrechen", betonte Schiff. "Die Regierung kann sich keine höheren Zinsen leisten, weil die Verschuldung so hoch ist. Jeder ist hoch verschuldet in den USA. Das einzige, was die Leute flüssig hält, sind die niedrigen Zinsen." Die Fed könne die Zinsen niemals anheben, egal wie hoch die Inflation auch steigen werde. "Sie können darüber reden, die Zinsen anzuheben, aber sie können es nicht tun." Wenn die Welt endlich erkenne, wie groß die Zwickmühle der US-Notenbank sei, werde der Dollar "durch den Boden fallen", so Schiff.