• Platin - Kürzel: XPT/USD - ISIN: XC0009665545
    Börse: FOREX / Kursstand: 919,35 $/oz.

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Platin präsentierte sich zuletzt sehr schwankend. Nach einem scharfen Rücksetzer in Richtung 861 Dollar/Unze Ende Juli zog das Edelmetall deutlich an. Der Widerstand bei 992 Dollar erwies sich aber als zu massiv. Die Notiz gab wieder unter die Marke von 950 Dollar nach, bildete aber bei gut 900 Dollar einen Boden aus und zieht zuletzwieder an. Eine Bestätigung des Aufwärtstrends mit weiteren Hochs ist allerdings noch nicht erfolgt.

Platin stand ob seiner unterdurchschnittlichen Performance zuletzt im Schatten von Gold und Silber. Die Nachfrage aus der Industrie ist wegen der weltweiten Wirtschaftsschwäche gesunken, von dort kommt kein Preisdruck. Das grau glänzende Metall wird vorrangig in Katalysatoren von Dieselmotoren und in Schmuck verwendet. In beiden Bereichen schwächelt die Nachfrage. Es gibt global einen Platinüberhang. Doch Schützenhilfe könnte nun ausgerechnet vom gelben Edelmetall kommen: Da die Preisdifferenz zu Gold derzeit historisch hoch ist, hoffen Anleger, dass Schmuckkäufer verstärkt Platin bevorzugen und dem Preis damit Beine machen.

Und auch der industrielle Bedarf könnte ansteigen. Zum einen durch Substitution. Das Brudermetall Palladium wird zum Zweck der Reinigung in Benzinkatalysatoren eingesetzt. Da sein Preis aber ungleich höher ist, könnte Platin ins Spiel kommen und Palladium auch in Benzinern ersetzen. Eine Änderung der Zusammensetzung von Katalysatoren dauert aber, auf kurz- und mittelfristige Sicht dürfte sich an der Nachfragesituation also wenig ändern. Mehr Zuversicht verspricht der wieder anziehende Automarkt nach der Krise. Besonders in China, dem weltgrößten Markt, hat sich eine Vorkrisen-Normalität etabliert. Die Zahlen steigen wieder, wenn auch in moderater Art und Weise.

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