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Energie: Die Ölpreise starten mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche. Sie reagieren damit möglicherweise auf Zahlen von Baker Hughes zur Bohraktivität in den USA vom letzten Freitag. Die US-Schieferölunternehmen scheinen auf die deutlich gestiegenen Ölpreise zu reagieren und wieder verstärkt nach Öl zu bohren. Die Zahl der aktiven Ölbohrungen stieg in der letzten Woche um 9 auf 738. Das war der stärkste Wochenanstieg seit Ende Juni. Damit wurde auch der Rückgang der Bohraktivität in der Vorwoche wieder wettgemacht. Laut US-Energiebehörde EIA folgt die Bohraktivität den Ölpreisen mit einer zeitlichen Verzögerung von etwa vier Monaten. Die Ölpreise verzeichneten ihr Jahrestief Ende Juni. Seither ist der für die Schieferölproduzenten maßgebliche WTI-Ölpreis mit Fälligkeit in sechs Monaten (entspricht der Verzögerung zwischen Preis und Produktion) um mehr als 30 % gestiegen. Vieles spricht somit dafür, dass der Anstieg der Bohraktivität in der letzten Woche der Beginn eines Trends war. Die US-Rohölproduktion ist trotz der in den letzten Monaten rückläufigen Bohraktivität weiter gestiegen und erreichte laut EIA in der letzten Berichtswoche auf Basis der Wochendaten ein Rekordniveau. Wesentlicher Treiber ist auch hier die Schieferölproduktion. Diese soll laut EIA im November ein Rekordniveau von mehr als 6 Mio. Barrel pro Tag erreichen. Neue Schätzungen bis einschließlich Dezember gibt die EIA im Rahmen des Drilling Productivity Report heute Abend bekannt. Aufgrund der niedrigeren Bohraktivität könnte die EIA die Produktionsschätzung der zurückliegenden Monate zwar etwas reduzieren. Am Trend einer weiter steigenden Produktion dürfte dies allerdings nichts ändern.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8 
CE9J22  Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8 
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8 
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8 

Edelmetalle: Wenig verändert starten die Edelmetallpreise in die neue Handelswoche. Gold handelt bei knapp 1.280 USD je Feinunze, Silber kostet 16,9 USD je Feinunze. Gold verlor am Freitagnachmittag in einem Rutsch 10 USD, da an der Comex in New York innerhalb von 10 Minuten fast 40 Tsd. Kontrakte (rund 4 Mio. Unzen bzw. gut 120 Tonnen) gehandelt wurden. Möglicherweise hat der Anstieg der Anleiherenditen in den USA zu Verkäufen bei Gold geführt. Aufschluss hierüber können möglicherweise die CFTC-Daten am Freitag geben. Die ETF-Anleger haben am Freitag allerdings 3,6 Tonnen Gold gekauft. Diese Woche werden wohl Platin und Palladium im Mittelpunkt des Marktinteresses stehen. Denn morgen veröffentlicht Johnson Matthey, der weltweit größte Verarbeiter von Platin und Palladium, seinen halbjährlichen Bericht zur Lage an diesen Märkten. Auch dürfte Johnson Matthey einen Blick in das nächste Jahr werfen. Für 2017 dürfte Johnson Matthey morgen im Nachhinein eine Rechtfertigung für die unterschiedliche Preisentwicklung von Platin und Palladium liefern. Denn aufgrund der guten Absatzzahlen von Autos mit Benzinmotoren könnte das Angebotsdefizit am Palladiummarkt sehr hoch ausfallen. Dagegen dürfte der Platinmarkt in diesem Jahr überversorgt sein, da bei den Absätzen von Autos mit Dieselmotoren Flaute herrscht. Palladium handelt zum Wochenauftakt bei rund 1.000 USD je Feinunze und ist damit etwa 70 USD teurer als Platin.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6 
CD5B34  Faktor Short Gold-Future Faktor: -6 

Industriemetalle: Die Metallpreise starten mit einem freundlichen Unterton in die neue Handelswoche. Kupfer legt leicht auf gut 6.800 USD je Tonne zu, Nickel verteuert sich etwas stärker auf rund 12.300 USD je Tonne. Die Nachrichtenlage ist heute Morgen noch sehr dünn. Daten zur Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer werden von der CFTC wegen des Veterans Day erst heute Abend veröffentlicht. Konjunkturdaten aus China, die die Metallpreise potenziell bewegen könnten, gibt es auch erst morgen früh. Gemäß dem Bloomberg-Konsens haben die Industrieproduktion und die Investitionen in Sachanlagen im Oktober (weiter) an Dynamik verloren. Am Zinkmarkt sind trotz der hohen Preise noch nicht alle vormals stillgelegten Minen wieder in Betrieb. Insbesondere Glencore, der weltweit größte Zinkproduzent, hat noch nicht alle Minen wieder angefahren. Das Unternehmen hatte vor etwa zwei Jahren vor allem in Australien und Peru Minen stillgelegt bzw. die Produktion in diesen reduziert und so rund 500 Tsd. Tonnen Zink p.a. vom Markt genommen. Im Zuge dessen und aufgrund der Kürzungen anderer Zinkproduzenten hat sich der Zinkpreis verdoppelt und war Anfang des Monats auf den höchsten Stand seit über zehn Jahren gestiegen. Die LME-Zinkvorräte wurden im gleichen Zeitraum mehr als halbiert. Der Markt wartet nun auf die Ankündigung von Glencore, wann die Minen wieder in Betrieb genommen werden. Dies könnte die Sorgen über ein knappes Angebot verringern.

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