Die Elektrizitätssparte der staatlichen Eisenbahngesellschaft in Polen drängt offenbar auf den deutschen Strommarkt. PKP Energetyka SA werde in Kürze mit dem Handel an der Strombörse European Energy Exchange in Leipzig beginnen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. PKP Energetyka SA produziert keinen eigenen Strom, verkauft aber zugekauften Strom unter anderem an Industrieunternehmen weiter. Der Börsenpreis für Strom lag durch den Boom der erneuerbaren Energien in diesem Jahr in Deutschland rund 14% niedriger als in Polen, berichtet Bloomberg. PKP Energetyka könnte also vor allem als Ankäufer auf dem deutschen Markt aktiv sein. Die Installation von Transformatoren zwischen den Netzen Deutschlands und Polens könnte nach Einschätzung von Experten ab 2016 zu einer Angleichung der Preise führen.