• Volkswagen AG Vz. - Kürzel: VOW3 - ISIN: DE0007664039
    Kursstand: 145,460 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
  • Corestate Capital Holding S.A - Kürzel: CCAP - ISIN: LU1296758029
    Kursstand: 1,430 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
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  • Volkswagen AG Vz. - WKN: 766403 - ISIN: DE0007664039 - Kurs: 145,460 € (XETRA)
  • Corestate Capital Holding S.A - WKN: A141J3 - ISIN: LU1296758029 - Kurs: 1,430 € (XETRA)
  • Siemens Energy AG Namens-Aktien o.N. - WKN: ENER6Y - ISIN: DE000ENER6Y0 - Kurs: 12,300 € (XETRA)
  • Bk of New York MellonCorp.,The - WKN: A0MVKA - ISIN: US0640581007 - Kurs: 43,890 $ (NYSE)
  • Commerzbank AG - WKN: CBK100 - ISIN: DE000CBK1001 - Kurs: 7,914 € (XETRA)
  • Daimler Truck Holding - WKN: DTR0CK - ISIN: DE000DTR0CK8 - Kurs: 24,390 € (XETRA)
  • CropEnergies AG - WKN: A0LAUP - ISIN: DE000A0LAUP1 - Kurs: 14,020 € (XETRA)
  • Epigenomics AG - WKN: A3H218 - ISIN: DE000A3H2184 - Kurs: 0,396 € (XETRA)
  • Tesla Inc. - WKN: A1CX3T - ISIN: US88160R1014 - Kurs: 303,910 $ (Nasdaq)
  • Rheinmetall AG - WKN: 703000 - ISIN: DE0007030009 - Kurs: 151,950 € (XETRA)
  • Mercedes-Benz AG - WKN: 710000 - ISIN: DE0007100000 - Kurs: 57,080 € (XETRA)
  • Uniper SE - WKN: UNSE01 - ISIN: DE000UNSE018 - Kurs: 3,758 € (XETRA)
  • Wix.com Ltd. - WKN: A1W7AU - ISIN: IL0011301780 - Kurs: 79,567 $ (Nasdaq)
  • AutoZone Inc. - WKN: 881531 - ISIN: US0533321024 - Kurs: 2.200,000 $ (NYSE)
  • BioNTech SE - WKN: A2PSR2 - ISIN: US09075V1026 - Kurs: 132,910 $ (Nasdaq)

China verärgert über Biden-Aussagen zu Taiwan

Goldman Sachs senkt BIP-Prognose für US-Wirtschaft

Bundesbank erwartet Rezession und zweistellige Inflation

Nagel: EZB vor weiteren Zinserhöhungen

Gaspreise weiter auf dem Rückzug

Porsche-IPO: Die Ertragsperle bringt Volkswagen viele Milliarden ein

Auftragsbestand der deutschen Industrie auf Rekordhoch

Markt

Nach zuletzt vier Verlusttagen in Folge hat sich der deutsche Aktienmarkt zu Beginn der neuen Woche stabilisiert. Der DAX notierte am Montag zwar über weite Strecken im roten Bereich, konnte im Verlauf aber zulegen und den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,49 Prozent bei 12.803,24 Punkten beenden. Anleger zeigen sich aber weiter bedeckt, bevor am Mittwoch der Zinsentscheid der US-Notenbank erwartet wird. Im heutigen Handel hatte der DAX über weite Strecken im roten Bereich notiert, bevor er sich am Nachmittag nach oben arbeitete und leicht ins Plus bei 12.740 Punkten vorstieß. In der vergangenen Woche hatte das Börsenbarometer über 2,5 Prozent verloren, nachdem der DAX temporär noch deutlich auf über 13.560 Punkte zugelegt hatte. Die USA stehen derweil vor der nächsten großen Zinserhöhung in Folge. Die Finanzmärkte stellen sich für Mittwoch auf einen weiteren Jumbo-Schritt von 0,75 Prozentpunkten ein. Dann würde der Leitzins in einer Spanne von 3,00 bis 3,25 Prozent liegen. Es gibt sogar Spekulationen um eine Anhebung um einen vollen Prozentpunkt, da die Inflation zuletzt nicht so deutlich nachgab wie erhofft.

Am europäischen Erdgas-Markt gehen die Preise zurück. Der Future TTF fiel zu Wochenbeginn um gut sieben Prozent auf 174 Euro je Megawattstunde. Anhaltende Spekulationen auf eine sinkende Nachfrage durch die drohende Rezession stützen laut Beobachtern die Marktentspannung. Außerdem haben deutsche Abnehmer erstmals seit der Abschaltung von Nord Stream 1 wieder Lieferungen über diese Pipeline gebucht, wie Reuters berichtet. Ob das Gas auch tatsächlich geliefert werde, sei allerdings offen. Auch am Ölmarkt drücken Rezessionssorgen auf die Notierungen. Das Barrel der Sorte Brent zur Lieferung im November verbilligte sich um 85 Cent auf 90,50.

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Unternehmen & Branchen

Die Aktien der Impfstoffhersteller BioNTech und Moderna haben mit deutlichen Kursverlusten auf die Aussage von US-Präsident Biden reagiert, wonach die Corona-Pandemie beendet sei. "Die Pandemie ist vorbei", hatte Biden in einem am Donnerstag aufgezeichneten und am Sonntagabend ausgestrahlen Fernsehinterview in der CBS-Sendung 60 Minutes erklärt. "Wir haben immer noch ein Problem mit Covid. (...) Aber die Pandemie ist vorbei."

Der US-Ersatzteilehändler AutoZone hat im vergangenen Quartal mehr umgesetzt und verdient als erwartet. So stieg der vergleichbare Filialumsatz im Quartal um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit doppelt so kräftig wie von Analysten prognostiziert. Das Unternehmen berichtete von einem anhaltend starken Geschäft.

Laut einem Pressebericht hat sich der Anbieter von Website-Baukästen, Wix.com, mit dem Hedgefonds Starboard Value LP einen erfahrenen Investor an Bord geholt. Starboard steigt demnach mit einer Beteiligung von neun Prozent bei dem Unternehmen ein.

Der Gasimporteur Uniper treibt die Gespräche mit Katar über mögliche LNG-Lieferungen voran, hat aber noch keine Einigung erzielt. Uniper arbeite derzeit mit Hochdruck daran, die Bezugsquellen für Gas zu diversifizieren. Dabei spiele auch Katar eine wichtige Rolle, erklärte der Konzern am Montag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Vereinbarung über die Ausweitung beziehungsweise Verlängerung von LNG-Lieferungen gebe es allerdings noch nicht.

Mercedes-Benz will auf seinem Testgelände in Papenburg einen Windpark errichten. Wie der DAX-Konzern mitteilte, soll bis 2025 mit einer zweistelligen Anzahl von Windenergieanlagen mit einer Leistung von mehr als 100 Megawatt über 15 Prozent des jährlichen Strombedarfs des Unternehmens in Deutschland abgedeckt werden. Der Autohersteller plant zudem eine langfristige Kooperation mit einem Partner über ein Stromabnahmevertrag in dreistelliger Millionenhöhe.

Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Auftrag von der Bundeswehr erhalten. Die Bundeswehr habe den Technologiekonzern damit beauftragt, insgesamt 48 Flugfeldtankwagen zur Nutzung auf einer Vielzahl von Flughäfen des Heeres und der Luftwaffe zu liefern, teilte das Unternehmen mit. Darüber hinaus bestehe die Option für die Lieferung weiterer fünf Fahrzeuge desselben Typs. Der Auftrag umfasse ein mittleres zweistelliges Millionen-Euro-Volumen und sei im Juni 2022 eingebucht worden, teilte der Düsseldorfer Technologiekonzern mit. Im Sommer kommenden Jahres sollen die Auslieferungen starten.

Tesla hält nach den Worten des Bürgermeisters von Grünheide an seinen Plänen für eine Batteriefabrik an dem Standort fest. An den Plänen habe sich nichts geändert, sagte Arne Christiani der Nachrichtenagentur Reuters. Tesla habe alles relativiert, was diese amerikanische Zeitung berichtet hat. Die Anlage werde weiter gebaut. Er bezog sich damit auf einen Bericht des "Wall Street Journal" von vergangener Woche, wonach der US-Elektroautobauer seine Pläne zur Batterieherstellung in Deutschland hintanstelle und dem Werk in Texas (Austin) Priorität einräume.

Die Südzucker-Tochter Cropenergies erwägt einen Produktionsstopp im kommenden Jahr. Angesichts der steigenden Energie- und Rohstoffpreise nehme der Druck auf der Kostenseite zu, teilte der Biokraftstoffhersteller am Montag mit. Daher prüfe Cropenergies die Kapazitätsauslastung seiner Anlagen. Auch eine vorübergehende Stilllegung sei denkbar. Seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 hat der Konzern dennoch bestätigt.

Daimler Truck-Chef Martin Daum hat am Rande der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation die starke Nachfrage auf dem Lkw-Markt hervorgehoben. Diese sei ungebrochen, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. „In dem Moment, in dem wir Orderbücher aufmachen, füllt es sich sofort." Die Auslieferungen hätten im vergangenen und im laufenden Jahr um eine fünfstellige Zahl höher ausfallen können, wäre die Versorgungslage besser gewesen. Zugleich gelinge es, die steigenden Kosten über höhere Preise an die Kunden weiterzugeben, sagte Daum. Die Gewinnmarge habe sich nach einem Rückgang im Winterhalbjahr wieder erholt und liege inzwischen wieder im Rahmen der Zielmarke zwischen sieben und neun Prozent.

Porsche soll am 29. September an die Börse gehen. Volkswagen will bis zu 12,5 Prozent des Grundkapitals von Porsche im Form von stimmrechtslosen Vorzugsaktien bei Anlegern platzieren, wie Vorstand und Aufsichtsrat des VW-Konzerns am Sonntagabend beschlossen. Der Sportwagenbauer soll bei seinem Börsengang mit bis zu 75 Mrd. Euro bewertet werden. Volkswagen legte die Preisspanne für die Vorzugsaktien auf 76,50 bis 82,50 Euro fest. Das entspricht einem Firmenwert von 70 bis 75 Mrd. Euro. Geplant ist die Ausgabe von bis zu 113.875000 Vorzugsaktien, inklusive Mehrzuteilungsoptionen. Mit dem Börsengang kann VW somit bis 9,4 Mrd. Euro einnehmen, der von den Familien Porsche und Piech beherrschte VW-Großaktionär Porsche SE kauft Stammaktien für weitere bis 10,1 Mrd. Euro. Neben dem Emirat Katar wollen der norwegische Staatsfonds (Norges Bank) und die Investoren T. Rowe Price und ADQ Porsche-Aktien zeichnen. Volkswagen will aber 75 Prozent minus eine Aktie an der Porsche AG behalten, um die positiven Verbundeffekte (Economies of Scope) mit der Ertragsperle weiterhin für sich nutzen zu können. Im Dezember soll eine außerordentliche Hauptversammlung darüber entscheiden, ob über eine Sonderdividende 49 Prozent des Erlöses aus Börsengang und Stammaktienverkauf wieder an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Die Commerzbank hat die Einschätzungen der Europäischen Notenbank (EZB) zum neutralen Zinsniveau als zu niedrig kritisiert und zugleich gewarnt, dass dies die Inflationsgefahr im Euroraum noch zusätzlich erhöhe, wie die „Börsen-Zeitung" berichtet. In einer am Freitag veröffentlichten Analyse betont Michael Schubert, EZB-Experte der Commerzbank, dass dieser Zins eher bei 2,75 Prozent denn bei den von der Zentralbank angenommenen 1,5 bis 2,0 Prozent liege. Die Gefahr sei, dass die EZB ihre Leitzinsen nicht stark genug anhebe, um die rekordhohe Inflation in Richtung des Ziels von 2,0 Prozent zu drücken.

Im Zusammenhang mit der Cum-Ex-Affäre zahlen die BNY Mellon und die Warburg Gruppe wegen des von Warburg 2009 verwalteten BC German Equity Special Funds jeweils rund 30 Mio. Euro an das Bundeszentralamt für Steuern zurück. Die Hälfte des Geldes wollen sie final übernehmen, die andere Hälfte sollen andere ausgleichen, wie aus Informationen des "Handelsblatts" hervorgeht. Die Geldhäuser hoffen der Zeitung zufolge, dass die Urteile gegen beteiligte Händler, Anwälte und dergleichen zu Zahlungen führen, die mit den Forderungen gegen die BNY Mellon und Warburg verrechnet werden können.

Das erst vor wenigen Monaten aus dem deutschen Leitindex DAX abgestiegene Energieunternehmen Siemens Energy ist wieder zurück in der obersten deutschen Börsenliga. Ab dem heutigen Montag sind die Aktien wieder im DAX vertreten. Ausscheiden muss dafür der Kochboxenlieferant HelloFresh, der ab sofort im Index der mittelgroßen Werte MDAX notiert sein wird.

Das Biotechunternehmen Epigenomics hat seinen Ausblick für das laufende Jahr angesichts positiver Währungseffekte erhöht. Die Währungskursgewinne seien auf gutes Währungsmanagement im Zusammenhang mit der positiven Entwicklung des US-Dollars zurückzuführen, so das Unternehmen. Zudem konnten Kosten gesenkt. Werden. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet der Vorstand nunmehr ein adjustiertes EBITDA (vor anteilsbasierter Vergütung) innerhalb der Bandbreite von minus 10,5 bis minus 11,5 Mio. Euro und einen Finanzmittelverbrauch innerhalb der Bandbreite von minus 14,5 bis minus 15,5 Mio. Euro. Bislang war das Unternehmen beim EBITDA vor anteilsbasierter Vergütung und beim Finanzmittelverbrauch von einer Bandbreite zwischen minus15,0 bis minus 17,0 Mio. Euro ausgegangen. Die Umsatzprognose bleibt unverändert innerhalb der Bandbreite von 0,3 bis 0,8 Mio. Mio. Euro.

Der Projektentwickler Corestate hat mit hohen Verlusten Immobilien am Markt platziert. Wie am Freitag bekannt wurde, hat das Unternehmen einen Apartment-Komplex fürs Kurzzeitmieten in Düsseldorf verkauft, wie das Handelsblatt berichtete. Käufer sei der Frankfurter Immobilienmanager Imaxxam, der das Objekt für einen Fonds von Union Investment erwerbe. Zuerst hatte der Branchendienst Thomas Daily über den Abschluss des Deals berichtet. Zu den Details der Transaktion wollten sich Corestate und Imaxxam nicht äußern.

Volkswagen will erste Exemplare seines neuen Elektrobusses ID.Buzz ab Oktober ausliefern. Stück für Stück würden die Bestellungen abgearbeitet, hieß es am Montag bei der Marke der leichten VW-Nutzfahrzeuge (VWN) vor dem Start der IAA Transportation in Hannover. Die Nachfrage sei hoch, derzeit stünden 13.700 ID.Buzz in den Orderbüchern, sagte Vertriebsvorstand Lars Krause. Dabei habe sich bisher gut die Hälfte der Kunden für die Passagier- und die andere Hälfte für die Cargo-Variante des E-Bullis entschieden.

Konjunktur & Politik

Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt hat sich im September weiter verschlechtert. Dies signalisiert der NAHB-Hausmarktindex, der um drei auf 46 Punkte zurückfiel, wie die National Association of Home Builders am Montag mitteilte. Es ist der mittlerweile neunte Rückgang in Folge.Volkswirte hatte mit einer milderen Abschwächung auf 47 Punkte gerechnet.

Die Analysten von Goldman Sachs senkten ihre Prognose für das US-BIP für 2023. „Wir prognostizieren immer noch ein Wachstum von 1,1 beziehungsweise 1,0 Prozent im dritten und vierten Quartal dieses Jahres und im Gesamtjahr eine Stagnation“, hieß es. Für das erste Quartal 2023 sei nun aber mit einem Plus von nur noch 0,75 Prozent (bisher: +1,25 %) und in Q2 mit 1,0 Prozent (bisher: +1,5 %) zu rechnen, so Jan Hatzius, Chefökonom der Investmentbank.

Bundeskanzler Olaf Scholz wird am kommenden Wochenende nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen. In Saudi-Arabien wird er auch den Kronprinzen Mohammed bin Salman treffen, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag bekanntgab. Der Herrscher des Königreichs wird vom US-Geheimdienstes für den brutalen Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul vor vier Jahren verantwortlich gemacht.

Mit Spannung warten Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank in dieser Woche. Dass die Leitzinsen erneut steigen werden, gilt als sicher. Wie groß der Zinsschritt sein wird, ist aber noch offen. Der US-Finanzdienstleister Vanguard Group erwartet „im kommenden Jahr einen Zinshöchststand von mindestens 4 Prozent“. Für diese vergleichsweise restriktive Geldpolitik spreche die Befürchtung, die hohe Inflation und vor allem vor die unsichere Energieversorgung sowie die damit verbundenen Preisschocks eine Lohn-Preis-Spirale auslösen könnten. „Dadurch würde sich die Inflation festsetzen."

Chinas Regierung hat auf die Beistandszusicherung von US-Präsident Joe Biden für Taiwan im Falle eines chinesischen Angriffs verärgert reagiert. Die Äußerungen seien ein „schwerer Verstoß" gegen den "Ein-China-Grundsatz" und die Verpflichtungen, die die USA gegenüber Peking eingegangen seien, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning am Montag in Peking. Die US-Seite schicke „das völlig falsche Signal" an die Unabhängigkeitskräfte in Taiwan.

Die Bundesbank rechnet schon bald mit einer merklichen konjunkturellen Eintrübung. „Es mehren sich die Anzeichen für eine Rezession der deutschen Wirtschaft im Sinne eines deutlichen, breit angelegten und länger anhaltenden Rückgangs der Wirtschaftsleistung", teilte die Notenbank in ihrem neuen Monatsbericht September mit. Grund seien vor allem die steigenden Energiekosten. Nach dem Wachstum von 0,1 Prozent im Frühjahr werde das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Sommer-Quartal voraussichtlich etwas schrumpfen. „Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal merklich zurückgehen", betonten die Bundesbank-Fachleute. „Dies dürfte wohl auch für das erste Quartal des kommenden Jahres gelten." Der Ausblick sei ausgesprochen unsicher. Mit Blick auf die Preisfront hieß es von der Bundesbank: Mit Auslaufen des 9-Euro-Tickets und des Tankrabatts sei hier im September mit weiterem Schub zu rechnen. „Dies wird im laufenden Monat zu erneuten Preissteigerungen bei Energie und Dienstleistungen führen und die Inflationsrate entsprechend erhöhen." Die angekündigten Maßnahmen des jüngsten Entlastungspakets der Ampel-Koalition, etwa zur Gasumlage oder Strompreisbremse, würden sich dagegen wohl erst Anfang 2023 in den Verbraucherpreisen niederschlagen. „Die Inflationsrate dürfte unter dem Strich in den nächsten Monaten in den zweistelligen Bereich vorrücken."

In der Nähe des Atomkraftwerks Südukraine ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew eine russische Rakete eingeschlagen. Er warf Russland am Montag die Gefährdung der ganzen Welt vor. „Wir müssen es stoppen, solange es nicht zu spät ist“, schrieb er in den sozialen Netzwerken. Das AKW Südukraine liegt knapp dreihundert Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew.

Der Chefvolkswirt der Europäischen Notenbank (EZB), Philip Lane, sagte am Wochenende dem irischen Sender RTE, er gehe davon aus, dass auch in den kommenden EZB-Zinssitzungen in diesem und zu Beginn des nächsten Jahres die Phase noch nicht vorbei sei, in der die Zinssätze auf ein normales Niveau angehoben werden müssten. Aus Sicht von Lane ist vor allem der Einlagensatz noch zu niedrig. Denn er stimuliere weiterhin die Wirtschaft. Daher sei die Aufgabe der EZB noch nicht erledigt. Auch Bundesbank-Präsident und EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel ist der Ansicht, dass bei einer aktuellen Inflationsrate von 9,1 Prozent im Euroraum noch eine Wegstrecke zu gehen ist. „Die letzten beiden Zinsschritte sind aus meiner Sicht an der Stelle nur der Anfang.“ Nagel sagte auf den Tagen der offenen Tür der Bundesbank in Frankfurt, die Währungshüter müssten auf der Oktober-Sitzung und den Zinstreffen bis zum Jahresende hartnäckig bleiben. Die Zinsen gingen weiter nach oben, „nicht nur im Oktober". Die Währungshüter machten mögliche Zinsschritte aber immer von der aktuellen Datenlage abhängig. Die nächste Zinssitzung EZB ist für den 27. Oktober terminiert. EZB-Vizechef Luis de Guindos lässt die Zahl weiterer Anhebungen derweil offen. Diese würden von den Wirtschaftsdaten abhängen, wiederholte der Spanier am Montag auf einer Bankenkonferenz in Madrid frühere Aussagen. Er bekräftigte, die Geldpolitik versuche immer, die Inflation zu bekämpfen. Dies werde sich auf die Verbraucherausgaben und die Investitionen der Unternehmen auswirken.

US-Investmentbanken und die Bank of England (BoE) begrüßten die Pläne des britischen Finanzministers Kwasi Kwarteng zur Abschaffung des Bonusdeckels für Banker in der Londoner City begrüßt, wie das „Handelsblatt" meldete. Kwarteng verspricht sich von der Abschaffung der Boni-Regeln demnach einen "Big Bang 2.0", der die Wettbewerbsfähigkeit des Londoner Finanzplatzes stärken soll. Gewerkschaften und die Labour Opposition kritisierten die Pläne dagegen als eine Begünstigung der Besserverdienenden.

Der Chefepidemiologe des nationalen Gesundheitsamtes Chinas, Wu Zunyou, hat seine Landsleute davor gewarnt, in Hautkontakt mit Ausländern zu kommen. „Habt keinen Hautkontakt mit Ausländern", schrieb Wu im Kurznachrichtendienst Weibo als Ratschlag zur Vermeidung einer Ansteckung. Die Empfehlung löste im chinesischen Internet heftige Reaktionen aus. Nutzer sahen Diskriminierung und kritisierten die Hinweise als wenig wissenschaftlich.

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie hat im Juli ein neues Rekordhoch erreicht. kKalender- und saisonbereinigt legte er im Monatsvergleich um 0,7 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Auftragsbestand kalenderbereinigt 12,6 Prozent höher. Damit habe der Auftragsbestand des verarbeitenden Gewerbes einen neuen Höchststand seit Beginn der Erfassung im Jahr 2015 erreicht", so das Bundesamt.

Im Wohnungsbau kommt es weiterhin vermehrt zu Auftragsstornierungen. Im August waren 11,6 Prozent der befragten Unternehmen betroffen, nach 11,5 Prozent im Vormonat. Das geht aus der Umfrage des ifo Instituts hervor. „Seit April sehen wir, dass auffällig viele Projekte gestrichen werden. Die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau haben sich in den letzten Monaten massiv verschlechtert: Explodierende Baukosten, steigende Finanzierungszinsen und eingeschränkte Fördermöglichkeiten belasten die Kalkulation potenzieller Bauherren schwer. Einige Projekte werden damit unrentabel“, erklärte ifo-Forscher Felix Leiss. Laut der Europäischen Zentralbank (EZB) stützt aber der Trend zu mehr Wohnraum den Häusermarkt. So sei in einigen Euro-Ländern angesichts von Heimarbeitsplätzen ein Trend zum Wohnen außerhalb von Ballungsräumen zu verzeichnen, heißt es laut Reuters in einem am Montag veröffentlichten Fachartikel der EZB. Dabei seien auch geräumigere Wohnungen gefragt, und Käufer nähmen auch eine weitere Entfernung zu ihrem eigentlichen Arbeitsort in Kauf. In der Folge hätten sich die Hauspreise in vielen Speckgürteln von Metropolen im Laufe der Pandemie erhöht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner allabendlichen Videoansprache bekräftigt, den Druck auf die russischen Streitkräfte in seinem Land aufrechtzuerhalten. „Vielleicht haben einige von Ihnen den Eindruck, dass wir nach einer Reihe von Siegen jetzt eine Art Atempause einlegen“, sagte er. „Aber es wird keine Pause geben. Es gibt Vorbereitungen für die nächste Offensive, deren Ziel die Rückeroberung von Mariupol, Melitopol und Cherson sei. Denn die Ukraine muss frei sein. Das ganze Land.“

US-Präsident Joe Biden hat Kreml-Chef Wladimir Putin davor gewarnt, nach den jüngsten militärischen Rückschlägen in der Ukraine den Einsatz von taktischen Atom- oder Chemiewaffen zu erwägen. „Machen Sie das nicht, machen Sie das nicht, machen Sie das nicht. Es würde das Gesicht des Krieges verändern, wie nichts anderes seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte Biden am Wochenende in einem Interview dem Fernsehsender CBS. Russland würde sich damit noch mehr zum Außenseiter machen als jemals zuvor, so Biden.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat erneut erklärt, dass Deutschland keine Schützen- oder Kampfpanzer in die Ukraine liefern wird. Es gelte der Grundsatz, keine Alleingänge zu machen, sagte er am Samstag. Scholz betonte, die von Deutschland zur Verfügung gestellten Waffen hätten wesentlich zu den jetzigen Erfolgen der Ukraine beigetragen. Derweil bestätigte ein Regierungssprecher die Genehmigung des Kaufs von 18 Haubitzen durch die Ukraine.


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