Frankfurt/Chicago (Godmode-Trader.de) - Mit Kaffee ist derzeit kein Staat zu machen. Die Sorte Arabica ist so billig wie zuletzt vor gut 13 Jahren. Diese Woche stürzte der Preis sogar kurzzeitig unter das psychologisch wichtige Niveau von 0,90 US-Cent je Pfund. Aktuell hat sich die Notiz marginal auf 0,92 US-Cent je Pfund „zurückgekämpft“. Neue Nachrichten, die den Preisrückgang erklären können, gab es nicht. Anleger nutzen aber das Überangebot für Spekulationen auf einen weiteren Preisverfall.

    Denn im Hauptanbaugebiet Brasilien wird im zweijährigen Zyklus dieses Jahr eine hohe Ernte erwartet. Der zuletzt schwächere Brasilianische Real hat die brasilianischen Kaffeeexporte zudem vergünstigt, was den Export zusätzlich anheizte.

    Die von der brasilianischen Regierung angekündigten Maßnahmen zur Unterstützung der darbenden Kaffeebauern können den Preisrückgang auch nicht aufhalten. Damit werden nicht profitabel arbeitende Anbieter künstlich am Markt gehalten. Der Preis könne daher noch weiter fallen, solange die Regierung die zu höheren Preisen von den Kaffeebauern aufgekauften Bohnen nicht für längere Zeit vom Markt nehme, kommentierten Analysten der Commerzbank. „Die Aussicht, dass dieses Angebot jederzeit auf den Markt gelangen kann, dürfte eine Preiserholung im Keim ersticken“.