Hannover (Godmode-Trader.de) - Fiat Chrysler Automobiles und Peugeot haben vergangene Woche bekannt gegeben, dass ihre jeweiligen Aktionärsversammlungen der Fusion der beiden Unternehmen zur Stellantis N.V. mit mehr als 99 Prozent der abgegebenen Stimmen zugestimmt haben.

Nach der Zustimmung der Aktionäre und dem Erhalt der endgültigen behördlichen Genehmigungen im Laufe des letzten Monats gehen die Unternehmensführungen davon aus, den Zusammenschluss am 16. Januar abzuschließen. Der Handel der Stellantis-Stammaktien soll am kommenden Montag, 18. Januar, am Mercato Telematico Azionario in Mailand und an der Euronext in Paris sowie am Dienstag, 19. Januar, an der New York Stock Exchange aufgenommen werden.

Dass die Fusion des PSA-Konzerns und Fiat Chrysler zustande komme, sei nicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wichtiger denn je, schreibt Analyst Frank Schwope in einer aktuellen Studie. Fiat Chrysler und der PSA-Konzern stehen seiner Einschätzung nach in der gegenwärtigen Automobil-Welt relativ allein auf weiter Flur und würden insbesondere bei Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität und dem Autonomen Fahren weit hinter der Konkurrenz hinterherhinken.

Kostensenkungen und der Abbau der massiven Überkapazitäten dürften die nächsten Jahre des fusionierten Konzerns prägen, damit aus Stellantis kein Atlantis werde, so Schwope weiter. Ob sich allerdings wirklich Synergieeffekte in Höhe von jährlich 5 Mrd. Euro finden ließen, dürfe bezweifelt werden.

Die Fusion könnte aber auch Sicht des Analysten der Auftakt für weitere Zusammenschlüsse oder Allianzen im Automobil-Sektor sein. Kandidaten für ein engeres Zusammenrücken sind Schwope zufolge Volkswagen und Ford, Toyota, Suzuki, Subaru und Mazda, Daimler und Geely/Volvo oder Renault, aber auch General Motors und Honda.

Die NordLB empfiehlt, die Fiat Chrysler-Aktie zu „Verkaufen“. Das Kursziel für den Titel lautet auf 10,00 Euro.

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Fiat Chrysler Automobiles N.V.