London (GodmodeTrader.de) - Die russischen Märkte schwächten sich Anfang September vor dem Hintergrund der US-Sanktionen ab. Gemäß dem „Chemical and Biological Weapons Control and Warfare Elimination Act“ von 1991 ist das Weiße Haus verpflichtet, eine Reihe von Sanktionen (Auswahl von drei aus sechs möglichen Optionen) festzulegen, wie Peter Eerdmans, Emerging Markets Fixed Income Portfolio Manager bei Investec Asset Management, in einem Marktkommentar schreibt.

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    Die Sanktionen dürften relativ moderat ausfallen, könnten aber auch die Beschränkung der Importe und Exporte von und nach Russland, ein Verbot von Aeroflot-Flügen in die USA, eine Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen oder das Verbot der Kreditvergabe von US-Banken an die russische Regierung beinhalten, heißt es weiter.

    „In Anbetracht dieser gut gekennzeichneten Sanktionsrisiken scheint sowohl der Kreml als auch der Markt gut vorbereitet zu sein. Der Rubel erholte sich zuletzt aufgrund höherer Ölpreise und starker Steuerzuflüsse, und auch Anleihen in Landeswährung erholten sich. Die Inflationsdaten bleiben gedämpft und das Wirtschaftswachstum ist weiterhin schwach. Auch die Popularität von Präsident Wladimir Putin hat nach Änderungen des Rentensystems und Mehrwertsteuererhöhungen, die im nächsten Jahr in Kraft treten, ganz erheblich abgenommen“, so Eerdmans.