Der Hedgefonds des bekannten Managers Ray Dalio, Bridgewater, zeigt sich in einem aktuellen Kommentar skeptisch gegenüber den Erfolgsaussichten der amerikanischen Notenbankpolitik. Die Sachkäufe der US-Notenbank hätten eine Spekulationsblase an den Vermögensmärkten erzeugt, die relativ zu den dadurch erzeugten realwirtschaftlichen Verbesserungen in einem Missverhältnis stehe. Mit Hinblick auf die realwirtschaftlichen Verbesserungen könnte die US-Notenbank allenfalls einen leichten Drosselungskurs der Sachkäufe rechtfertigen, mit Blick auf die Entwicklung der Vermögenspreise müsste sie hingegen entschieden drosseln. Damit stehe das Fed vor keiner leichten Entscheidung, heißt es in dem Kommentar. Bridgewater sorge sich daher nicht darum, ob die US-Notenbank vom geldpolitischen Gaspedal gehen werde, sondern vielmehr, ob "der Tank noch voll genug ist und was geschehen wird, wenn nicht." Ab einem gewissen Zeitpunkt würden die Bewertungen von Vermögenswerten wie Aktien so sehr in die Höhe getrieben, dass die erwarteten zukünftigen Renditen von Anlegern als zu gering eingeschätzt würden. An diesem Punkt würde es sich nicht mehr lohnen, noch das Risiko einer Investition in diese Vermögenswerte einzugehen, eine Überlegung, welche die zukünftig erwarteten Renditen zusätzlich schmälere. Wenn dieser Punkt erreicht sei werde es schwierig für die US-Notenbank, mit ihrer Geldpolitik einen zusätzlichen Wohlstandseffekt zu erzeugen.