Die Stimmung an der Wall Street bleibt gut. Am Freitag markierten die wichtigsten Indizes erneut neue Allzeithochs, auch wenn die neuen Höchststände nur geringfügig über den Hochs der vergangenen Tage lagen.

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    Die Rekordjagd wird vor allem von der Aussicht auf sinkende Zinsen angetrieben. Der Markt rechnet fest damit, dass die US-Notenbank bei ihrem Zinsentscheid am 31. Juli den Leitzins zum ersten Mal seit der Finanzkrise wieder senken dürfte.

    Fed-Präsident Jerome Powell hatte die Hoffnungen auf Zinssenkungen bei Auftritten vor dem US-Kongress in dieser Woche weiter angeheizt. Powell hatte erneut die Bereitschaft der Fed signalisiert, "angemessen zu handeln", um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Jüngste Wirtschaftsdaten hätten gezeigt, "dass Unsicherheiten in Bezug auf Handelskonflikte und Bedenken hinsichtlich der Stärke der Weltwirtschaft weiterhin die US-Konjunkturaussichten belasten", sagte Powell. Zudem bleibe der Inflationsdruck gedämpft.

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    Dow Jones Industrial Average
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    S&P 500
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    Nasdaq Composite

    Die US-Terminmärkte preisen mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent ein, dass die Fed den Leitzins am 31. Juli senken wird. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 75,5 Prozent wird eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte, mit einer Wahrscheinlichkeit von 24,5 Prozent sogar eine Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte erwartet, wie das CME FedWatch-Tool zeigt.

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    Bis Jahresende gehen die Märkte im Mittel sogar von Zinssenkungen um insgesamt 0,75 Prozentpunkte aus, was drei Zinsschritten um je 0,25 Prozentpunkte entsprechen würde.

    Auch in Europa stehen die Zeichen wieder auf eine Lockerung der Geldpolitik. In dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der letzten Zinssitzung des EZB-Rats vom 6. Juni hieß es: "Es herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass der EZB-Rat angesichts der erhöhten Unsicherheit, die sich voraussichtlich weiter in die Zukunft erstrecken wird, bereit und vorbereitet sein muss, die geldpolitische Haltung durch Anpassung aller seiner Instrumente weiter zu lockern." Erwartet wird, dass die EZB den bereits negativen Einlagenzins von minus 0,4 Prozent auf minus 0,5 Prozent senken könnte oder ihr Anleihekaufprogramm wieder aufnimmt.

    Ab Montag dürfte die beginnende Berichtssaison neue Impulse für den Markt liefern. Die wichtigsten US-Unternehmen werden in den kommenden Wochen ihre Quartalszahlen für das zweite Quartal veröffentlichen. In der nächsten Woche stehen unter anderem die Quartalszahlen der Banken Citigroup, JP Morgan, Goldman Sachs, Wells Fargo und Bank of America sowie von Microsoft, Johnson & Johnson, Netflix und IBM auf dem Programm.


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