Weltweit kaufen Anleger wie verrückt Aktien. Die Corona-Krise und die nachfolgenden Hilfsmaßnahmen von Regierungen und Notenbanken haben dem Aktienmarkt nicht nur zu neuer Attraktivität verholfen, sondern vielen Anlegern auch das nötige Kleingeld verschafft, um Aktien zu erwerben.

Viele eher unerfahrene Anleger kaufen nicht selbst Aktien, sondern vertrauen das Geld Anlagefonds an, die gebündelt in Aktien investieren. Das können sowohl klassische, aktiv gemanagte Investmentfonds als auch passive Indexfonds sein, die einfach einen Index nachbilden.

Im ersten Halbjahr 2021 sind weltweit Rekordsummen in Aktienfonds geflossen. Nach einer Aufstellung von Goldman Sachs steckten Anleger im ersten Halbjahr netto 517 Milliarden Dollar in Aktienfonds. Rechnet man das Tempo der Zuflüsse im ersten Halbjahr auf das Gesamtjahr hoch, ergibt sich ein Betrag von mehr als einer Billion US-Dollar. Die Zuflüsse im Gesamtjahr 2021 könnten damit sogar höher ausfallen als in den 20 Jahren zuvor zusammen, wie die Bank of America berechnet hat.

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Daten: Goldman Sachs

Aktienfonds sammeln das Geld von Anlegern ein und investieren dieses dann gebündelt in den Aktienmarkt. Neben klassischen Investmentfonds haben in den vergangenen Jahren vor allem ETFs, die passiv einen Index nachbilden und deren Anteile wie Aktien an Börsen gehandelt werden können, an Popularität gewonnen.

Trotz der durch die Corona-Krise ausgelösten Rezession im vergangenen Jahr hatten viele Menschen nicht weniger, sondern mehr Geld in der Tasche. Das lag vor allem an den stark eingeschränkten Möglichkeiten, Geld in der Freizeit etwa für Restaurantbesuche oder Reisen ausgeben zu können. Hinzu kamen in vielen Ländern teilweise üppige Hilfszahlungen durch die Regierungen. Die zusätzlichen Summen spülten viele neue Anleger an die Kapitalmärkte und befeuerten die Spekulationswut, u.a. auch mit Meme-Aktien.

Rekordzuflüsse in Aktienfonds müssen nicht notwendigerweise zu stärkeren Kursgewinnen im Anschluss führen. Im Gegenteil treten Rekordzuflüsse nicht selten dann auf, wenn der Aktienmarkt einen Peak erreicht hat und viele neue Anleger von der Kursentwicklung angelockt werden. Diese Anleger kaufen dann aber nicht selten zu einem ungünstigen Zeitpunkt, etwa auf dem Höhepunkt einer Spekulationsblase.

Die Rekordzuflüsse am Aktienmarkt treffen auch auf ein Rekordangebot an neuen Aktien. Bis Mitte Juni 2021 wurden bei Börsengängen in den USA seit Jahresanfang ganze 171 Milliarden Dollar an neuen Aktien gezeichnet. Damit wurde der bisherige Rekordwert aus dem Gesamtjahr 2020 von 168 Milliarden Dollar schon in weniger als sechs Monaten überschritten, wie die Datenfirma Dealogic laut Nachrichtenagentur Reuters ermittelt hat. Auch Rekorde bei Börsengängen treten häufig in eher überhitzten Marktphasen auf.

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