• Renault S.A. - Kürzel: RNL - ISIN: FR0000131906
    Börse: XETRA / Kursstand: 57,600 €

Hannover (Godmode-Trader.de) - Fiat Chrysler ist mit dem Vorschlag einer Fusion mit Renault an den französischen Konzern herangetreten. Das kombinierte Geschäftsoll dann je zu 50 Prozent im Besitz der alten Renault Aktionäre und der alten Fiat Chrysler-Aktionäre sein. Ein Zusammenschluss würde mit 8,7 Mio. Fahrzeugverkäufen den drittgrößten Automobil-Hersteller der Welt schaffen.

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Ein fusionierter Konzern würde über eine starke Marktpräsenz in vielen Regionen und Fahrzeugsegmenten verfügen. Im Falle eines Zusammenschlusses soll es gemäß Fiat Chrysler zu keinen Werkschließungen kommen. Das Synergiepotenzial wird von Seiten der Italiener auf mehr als 5 Mrd. Euro im Jahr geschätzt. Renault erklärte, dass sich der Verwaltungsrat des Konzerns am heutigen Montag treffen werde, um den Vorschlag von Fiat Chrysler zu diskutieren. Im Anschluss an diese Sitzung soll eine Pressemitteilung veröffentlicht werden.

Der Fusionsvorschlag von Fiat Chrysler kommt aus Sicht von NordLB-Analyst Frank Schwope einerseits überraschend, andererseits hätten die Italiener in den letzten Jahren kaum einen Automobil-Konzern bei der Suche nach Kooperationen, Allianzen oder einem Fusionspartner ausgelassen. Eher hätte man vielleicht noch mit einer engeren Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern rechnen können, so Schwope.

Dabei klinge das Angebot sehr konkret, kaum vorstellbar, dass die Unternehmensführung von Renault nicht im Vorfeld schon eingebunden gewesen sei. Allerdings habe Renault gegenwärtig mit seinem Allianz-Partner Nissan alle Hände voll zu tun, undenkbar, dass diese Partnerschaft aufgegeben wird. Die Verzahnung von Renault und Nissan sei schon recht weit fortgeschritten, ein Auseinandergehen wäre für beide Seiten sehr kostspielig.

Inklusive Nissan würde mit Fiat Chrysler und Renault ein Weltmarktführer mit jährlich mehr als 15 Mio. verkauften Autos entstehen. Mit Blick auf die hohen Investitionskosten für Zukunftstechnologien wie das Autonome Fahren und die Elektromobilität macht eine Fusion oder eine enge Kooperation der beiden Automobil-Hersteller für Analyst Schwope durchaus Sinn. Infolge der Fusionseuphorie legte der Kurs der Renault-Aktie heute Morgen zeitweise zweistellig zu. Die NordLB empfiehlt, diese Kursteigerung zum Ausstieg aus der Renault-Aktie zu nutzen und diese zu „Verkaufen“.

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