• Palladium - Kürzel: XPD/USD - ISIN: XC0009665529
    Börse: FOREX / Kursstand: 2.272,05 $/oz.

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Während die Preise für Platin und Palladium derzeit Luft ablassen und konsolidieren, kennt Rhodium nach wie vor kein Halten. Laut Johnson Matthey wurde die Feinunze am Dienstag bei 9.985 Dollar gehandelt und damit nicht mehr weit entfernt zum Rekordhoch von 10.050 Dollar aus dem Jahr 2008. Das ist eine Wertentwicklung ohne Gleichen: Zu Jahresbeginn lag der Preis noch bei unter 6.000 Dollar.

Das Metall dient der Autoindustrie in Zeiten immer strengerer Abgasregulierungen als veritables Wundermittel. Analysten sprechen von einer „unersättlichen Nachfrage vor allem aus Asien“. Bei der Reduktion von Stickstoffmonoxid in Autokatalysatoren liefert Rhodium bessere Ergebnisse als Platin oder Palladium. Bei Letzteren kommt es beispielsweise zur Bildung von Distickstoffmonoxid (auch bekannt als Lachgas). Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Maßnahmen zur Senkung der Stickoxidemissionen aus Verbrennungsprozessen zu einer zum Teil sogar erheblichen Zunahme der Emissionen von Lachgas führen. Dabei ist auch Lachgas ein Treibhausgas.

Dass die Autoindustrie auf Rhodium angesprungen ist und damit die Nachfrage anheizt, mag den jüngsten Preisaufschlag nur zum Teil erklären. Auch die Herstellung bzw. Förderung ist kompliziert, nicht selten schwankend, das Angebot insgesamt knapp. Rhodium kommt etwa 15 mal seltener vor als Palladium. Es wird erwartet, dass die Nachfrage das Angebot in diesem Jahr übertrifft, auch weil die Förderung durch Stromausfälle in südafrikanischen Minen zuletzt zeitweise unterbrochen war. Südafrika deckt 80 Prozent der Weltproduktion von Rhodium ab.

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