• Bitcoin erstmals über 20.000 Dollar
    • Thanksgiving-Flaute: Umsätze der US-Einzelhändler fallen deutlich
    • Chemiebranche sieht Licht am Ende des Tunnels
    • ifo Institut senkt Wachstumsprognose für 2021 leicht
    • Markit: Ende der Talfahrt in Sicht
    • IMK: Keine Rezession, aber deutlich geringeres Wachstum
    • Weltärztepräsident fordert Lockdown-Maßnahmen über Monate
    • Griechenlands Militärausgaben verfünffachen sich
    • RKI: Covid-Todesfälle steigen sprunghaft an
    • USA: Moderna-Impfstoff auf dem Weg zur Zulassung

    DAX

    • Monate und Wochen schien der DAX wie gefangen, in einer Spanne zwischen 13.000 und 13.300 Punkten. Seltene Ausbrüche wurden umgehend neutralisiert, heute aber könnte der Ausflug nach oben von nachhaltigerer Natur sein, denn er erfolgte in überraschend deutlicher Manier. Der DAX sprang gleich im frühen Handel über die Marke von 13.500 Punkte und hielt sein erreichtes Niveau bis zum Handelsschluss. In den Feierabend verabschiedete sich das Marktbarometer mit einem Plus von 1,51 Prozent auf 13.563. Damit liegt der Leitindex nun so hoch wie zuletzt im Februar, dem Monat vor Beginn der Corona-Krise. Auch das Allzeithoch bei 13.795 Zählern liegt wieder in Reichweite. Dass die Kurse just am ersten Tage scharfen Lockdowns hierzulande so deutlich zulegten, mag den ein oder anderen Beobachter verwundern. Ein Grund könnte sein, dass die Industrie in Deutschland, aber auch die in Europa sich als krisenfest erweist. Neue Stimmungsdaten aus der Eurozone unterstreichen diese Einschätzung. Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr gleichwohl gesenkt. “Wegen des neuerlichen Shutdowns bei uns und in anderen Ländern verschiebt sich die Erholung nach hinten. Erst Ende 2021 wird die Produktion von Waren und Dienstleitungen ihr Vorkrisenniveau erreichen“, sagte ifo-Konjunkturchef Wollmershäuser. “Das laufende Jahr dürfte als Folge des Shutdowns mit einem abermaligen Rückgang des BIP enden.“

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • BioNTech hat auch mit China eine Liefervereinbarung für seinen Corona-Impfstoff getroffen. Der Vertrag mit dem Partnerunternehmen Fosun Pharma sehe die Lieferung von 100 Mio. Dosen im kommenden Jahr vor und stehe noch unter dem Vorbehalt der Zulassung durch die chinesischen Behörden, gab das Biotechnologieunternehmen aus Mainz am Mittwoch bekannt. Die Unternehmen hatten bereits im März eine strategische Zusammenarbeit zur gemeinsamen Entwicklung und Kommerzialisierung eines potenziellen Covid-19-Impfstoffs beschlossen.
    • Das Osnabrücker VW-Werk steht vor dürren Zeiten. „Frühestens 2023 wird ein wirklich neues Fahrzeug in Osnabrück in Serie gehen können", sagte der Standortleiter des Werks, Jörn Hasenfuß, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bis dahin sei es schwierig. Mitarbeiter können befristet ins VW-Werk Emden wechseln. Realistisch betrachtet hätten sie auch 2022 keine Beschäftigung in Osnabrück.
    • Der Autobauer BMW wird etwas optimistischer bei den eingeplanten Margen in seiner Kernsparte. Im laufenden Jahr dürfte BMW im Autogeschäft „am oberen Ende, im oberen Drittel" des Margenausblicks von 0 bis 3 Prozent Gewinn vor Zinsen und Steuern landen und „eher zwischen 2 und 3 Prozent zu liegen kommen", sagte BMW-Finanzchef Nicolas Peter am Mittwoch. Im dritten Quartal hatte BMW mit Autos 6,7 Prozent operative Marge erzielt und war damit nach neun Monaten mit 0,3 Prozent bereits wieder positiv.
    • Die Kaffeehauskette Starbucks rechnet damit, dass sich der US-Umsatz bis Ende des zweiten Quartals 2021 wieder vollständig normalisiert hat. In China soll die Erholung bereits ein Quartal vorher abgeschlossen sein.
    • Der US-Videokonferenz-Dienst Zoom will ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Singapur eröffnen. Die Plattform wolle „hunderte Ingenieure“ einstellen und habe bereits mit der Rekrutierung begonnen, hieß es in einer Mitteilung. Zoom will zudem sein vor zwei Jahren eröffnetes Rechenzentrum in der Wirtschaftsmetropole erweitern.
    • Die kanadischen Cannabis-Produkt-Hersteller Aphria und Tilray haben sich auf eine Fusion verständigt. Aphria bietet den Tilray-Aktionären laut der Vereinbarung einen Aufschlag von 23 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag und damit rund 9,68 Dollar je Aktie, wie die Unternehmen mitteilten. Die bisherigen Aphria-Aktionäre sollen 62 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft halten.
    • Twitter wird im kommenden März seine Live-Video-App Periscope abschalten. Die eigenständige App sei in den vergangenen Jahren immer weniger genutzt worden, und sie sei nicht wirtschaftlich aufrechtzuerhalten, hieß es zur Begründung. Die Nutzer werden aber weiterhin Livestreams über die Haupt-App von Twitter übertragen können, beruhigte Periscope in einem Blogeintrag.
    • Für die Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin hat die Gemeinde die Weichen für bessere Verkehrsbedingungen gestellt. Die Gemeindevertreter beschlossen am Dienstag einen geänderten Bebauungsplan für das Industriegebiet Freienbrink Nord. Darin ist etwa die Planung für den Ausbau von Verkehrsverbindungen beschrieben. Dazu zählen eine neue Anschlussstelle an die Autobahn 10.
    • Die Boeing 787 bereitet dem US-Flugzeugbauer weiter Sorgen. Dieses Mal geht es um Mängel an der Oberfläche des Rumpfs der Flugzeuge, der aus Kohlefaser-Verbundswerkstoffen besteht. Ingenieure von Boeing und Mitarbeiter der US-Flugaufsicht FAA seien sich einig, dass von den Problemen keine Gefahr für die Sicherheit der Maschinen vom Typ 787 ausgeht, so das „Wall Street Journal“. Aber an den entsprechenden Stellen könnten sich Risse bilden, die die Stabilität des Flugzeugrumpfes verringern.
    • Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der unter anderem der Bafin mehr Befugnisse einräumt. Außerdem sollen strengere Regeln für Abschlussprüfer eingeführt werden. Anlass für das Vorhaben ist der Skandal um Wirecard. Mit den neuen Regeln wird unter anderem dafür gesorgt, dass auf Bilanzen und die Testate von Wirtschaftsprüfern mehr Verlass sein kann. Der Bundestag muss den Änderungen noch zustimmen.
    • Der Bund steigt beim Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt ein. Das Kabinett beschloss dazu am Mittwoch den Erwerb einer Sperrminorität von 25,1 Prozent an dem Unternehmen für militärische Schlüsseltechnologien. Für den Einstieg des Bundes sollen mehr als 400 Mio. Euro gezahlt werden.
    • Im Streit um die Postbank-Übernahme haben Kleinaktionäre vor Gericht einen Rückschlag kassiert. Das OLG Köln wies zwei Klagen gegen die Deutsche Bank ab. Das Geldhaus war 2008 bei der Postbank eingestiegen, 2015 gehörten die Bonner komplett dem Institut aus Frankfurt. Es ging vor Gericht um die Frage, wann die Frankfurter bei der Postbank das Sagen hatten und nicht mehr der frühere Eigentümer, die Deutsche Post. Es gebe keine Anhaltspunkte für geheime Absprachen oder Vertragsinhalte, denen zufolge die Deutsche Bank schon früher als bisher bekannt die Kontrolle gehabt hätte bei der Postbank, begründete der Vorsitzende Richter sein Urteil. 2008 hatte die Deutsche Bank 29,75 Prozent der Postbank gekauft und blieb damit knapp unterhalb der 30-Prozent-Schwelle, bei der sie den übrigen Aktionären ein Angebot hätte machen müssen. Das Angebot erfolgte erst 2010. Dann aber war der Aktienwert wegen der Finanzkrise abgesackt, die Postbank-Anteile hatten an Wert verloren. Hätten die Kleinaktionäre schon 2008 ein Angebot zum Kauf ihrer Anteilsscheine bekommen, hätten sie deutlich mehr Geld bekommen als später.
    • VW-Chef Herbert Diess will sich laut Insidern künftig noch stärker mit dem Rivalen Tesla messen. Der Konzern treibt die Entwicklung und Produktion eines eigenen Elektromodells für den Stammsitz Wolfsburg nach dpa-Angaben deutlich früher voran als zunächst geplant. Das von der ID-Familie weitgehend unabhängige, zentrale „E-Volumenmodell" könnte ab etwa 2025 im Hauptwerk des Konzerns angesiedelt werden. Volkswagen will dabei Tesla verstärkt Konkurrenz machen und die Expertise an einem Ort ansiedeln. Das Stammwerk soll mit der im Bau befindlichen Tesla-Fabrik mithalten können, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.
    • Das Jahr 2020 war für die chemisch-pharmazeutische Industrie von einem kräftigen Auf und Ab in den vier Quartalen geprägt. Die globale Coronakrise belastete viele Unternehmen stark: Der Umsatz in der Branche ging insgesamt um 6 Prozent auf 186,4 Mrd. Euro zurück. „Die Belastungen für unsere Mitgliedsunternehmen sind erheblich", sagt VCI-Präsident Christian Kullmann. "Zugleich ist unsere Branche insgesamt weniger hart getroffen als andere Wirtschaftszweige." Im Ausblick auf 2021 sagte Kullmann. „Die Stimmung in unseren Unternehmen ist nun mehrheitlich zuversichtlich. Mehr als die Hälfte rechnet für das nächste Jahr mit einem Umsatzplus im In- und Ausland." Für 2021 geht der VCI daher für die chemisch-pharmazeutische Industrie von einer Zunahme sowohl der Produktion (+ 1,5 %) wie auch des Umsatzes (+ 2,5 %) aus.
    • Lanxess hat nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg sein Interesse am Hersteller von Inhaltsstoffen für die Konservierung von Lebensmitteln und Kosmetika, Emerald Kalama Chemical, bekundet. Der Chemiekonzern aus Leverkusen arbeite an einer Offerte für den Wettbewerber, der für rund 1 Mrd. US-Dollar verkauft werden könnte, berichtete Bloomberg. Verkäufer sei die Beteiligungsgesellschaft American Securities. Es gebe weitere Interessenten, hieß es, auch Finanzinvestoren. Lanxess wollte den Bericht nicht kommentieren.
    • Der Netzwerkausrüster Nokia will beim 5G-Mobilfunkstandard voranpreschen. Die Margen im Netzwerkgeschäft werden deshalb im kommenden Jahr bei Null liegen, wie Nokia am Mittwoch bei einer Aktualisierung seiner Unternehmensstrategie mitteilte. Das Unternehmen will seine Produkte für das sog. Open RAN und virtuelle RAN entwickeln - eine Art Architektur, die Betreibern erlaubt, Zubehör von verschiedenen Anbietern zu nutzen. Letzteres kann als Software für generische Hardware verwendet werden.
    • Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Moderna befindet sich nach Angaben der Behörde FDA in den USA auf dem Weg zur Zulassung. Laut der FDA ist das Vakzine wirksam, Komplikationen seien bei Erwachsenen ausgeblieben. Die Erkenntnisse sollen in eine noch für heute geplanten Sitzung einfließen, bei der es um die Erteilung einer Notfall-Genehmigung geht.
    • Continental-Chef Nikolai Setzer hat Großes vor. Er will das Unternehmen auf neue Beine stellen, in mehreren Hightech-Bereichen auf Angriff schalten und gleichzeitig das traditionelle Geschäft mit Reifen stärken. Mit dieser Mischstrategie will der Manage auch der Widerspruch aus Wachstum bei Software und Elektronik sowie Einsparungen auf den klassischen Gebieten auflösen.Bei einem Kapitalmarkttag informiert Setzer heute Anleger und Branchenexperten über seine konkreten Ziele.

    Politik & Konjunktur

    • Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock sieht im kommenden Jahr gute Chancen bei Aktienengagements. Dank der Verfügbarkeit einsatzfähiger Corona-Impfstoffe werde die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr an Dynamik gewinnen, wie laut CNBC aus dem Ausblick für 2021 hervorgeht. 2021 werde ein konstruktives Jahr für Risiko-Assets, sagte Mike Pyle Investmentstratege bei Blackrock. Die wirtschaftliche Aktivität werde sich beschleunigen und zugleich dürften die Notenbanken die Leitzinsen niedrig belassen", so Pyle.
    • Die Digitalwährung Bitcoin hat am Mittwoch erstmals die Marke von 20.000 US-Dollar geknackt. Am Nachmittag kostete die Kryptowährung auf Bitstamp in der Spitze 20.770 Dollar, zuletzt waren es 20.657 Dollar. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem November bei 19.700 Dollar deutlich überschritten. Der Bezahldienst Paypal will es seinen Kunden ermöglichen, mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu bezahlen. Auch dadurch hat sich die Aufmerksamkeit gegenüber den Digitalwährungen in den letzten Monaten erhöht.
    • Die Umsätze der US-Einzelhändler sind im November gesunken - das erste Mal seit sieben Monaten. Die gesamten Erlöse fielen um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, während Volkswirte nur mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet hatten.
    • Die US-Notenbank Fed wird auf ihrer letzten Sitzung in einem extremen Jahr voraussichtlich abwarten und ihre lockere Geldpolitik fortsetzen. Die Leitzinsspanne von 0,0 bis 0,25 Prozent und die milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur dürften laut Ökonomen an diesem Mittwoch bestätigt werden.
    • Der künftige US-Präsident Joe Biden will sich mit dem Partei-Newcomer Pete Buttigieg einen früheren demokratischen Konkurrenten aus dem Präsidentschaftsrennen in sein Kabinett holen. Biden plant, Buttigieg zum Verkehrsminister zu machen. Er wäre der erste offen schwule Bundesminister in der Geschichte des Landes.
    • Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr gesenkt. Die Forscher erwarten nun ein Wachstum der deutschen Wirtschaft in Höhe von 4,2 Prozent, bislang waren sie von 5,1 Prozent ausgegangen. Dafür hoben sie die Vorhersage für das Jahr 2022 an auf plus 2,5 Prozent, von plus 1,7 Prozent. „Wegen des neuerlichen Shutdowns bei uns und in anderen Ländern verschiebt sich die Erholung nach hinten. Erst Ende 2021 wird die Produktion von Waren und Dienstleitungen ihr Vorkrisenniveau erreichen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Das laufende Jahr dürfte als Folge des Shutdowns mit einem abermaligen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts enden.“
    • Eine Woche nach dem Beginn der Massenimpfungen gegen das Coronavirus in Großbritannien sind laut der Regierung bereits 138.000 Menschen geimpft worden. In den vergangenen sieben Tagen hätten 108.000 Menschen in England, 18.000 in Schottland, fast 8.000 in Wales und 4.000 in Nordirland die Dosis erhalten, schrieb der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi am Mittwoch bei Twitter. „Ein sehr guter Start für das Impfprogramm“. Die Zahl werde noch deutlich zunehmen, da das Netzwerk ausgebaut werde.
    • Das Wirtschaftswachstum der Eurozone hat sich im Dezember weitgehend stabilisiert. Dies signalisiert der IHS Markit Flash Eurozone Composite-Index Produktion, der gegenüber dem Vormonat um satte 4,5 auf 49,8 Punkte zulegt und damit nur noch eine marginale Schrumpfung anzeigt, wie das Marktforschungsinstitut am Mittwoch mitteilte. Im November war es noch rasant bergab gegangen. Der Durchschnittswert für das vierte Quartal 2020 fällt mit 48,4 Punkten zwar niedriger aus als die 52,4 Punkte in dritten Quartal, er liegt allerdings deutlich über den 31,3 Punkten des zweiten Jahresviertels. Dies lässt aus Sicht von IHS Markit vermuten, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der zweiten Infektionswelle milder ausfallen dürften als bei der ersten im Frühjahr. „Die Eurozone hat sich im Dezember besser geschlagen als erwartet“, kommentierte IHS Markit Chefvolkswirt Chris Williamson. „Momentan sieht es so aus, als ob der Rückgang im vierten Quartal 2020 deutlich schwächer ausfallen wird als jener im Frühjahr“.
    • Die Zahl der verzeichneten Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 in Deutschland ist sprunghaft gestiegen. Binnen eines Tages übermittelten die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 952 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem sind 27.728 Neuinfektionen verzeichnet worden.
    • Die wieder scharfen Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden nach Einschätzung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) keine tiefe Rezession in Deutschland auslösen. Das liege vor allem an einer recht stabilen Entwicklung der Industrie, betonten die Konjunkturforscher am Mittwoch. „Die wirtschaftliche Grunddynamik ist stark genug, und die Stützungspolitik von Regierung und Europäischer Zentralbank wirkt", sagte IMK-Direktor Sebastian Dullien laut Mitteilung. Laut dem DIW Berlin setzt das erneute Aufflammen der Corona-Pandemie dem Wirtschaftsaufschwung in Deutschland zum Jahreswechsel ein Ende. Der schärfere Lockdown wird nach Berechnungen des DIW Berlin das Wachstum in diesem und im kommenden Jahr erheblich belasten. Wahrscheinlich ist, dass die Maßnahmen über den 10. Januar hinaus weitergeführt werden müssen, um die Infektionszahlen weiter zu senken. Das DIW Berlin rechnet damit, dass der Lockdown bis Ende Januar andauern muss. In diesem Szenario wird es kurzfristig zu einem erheblichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts kommen. Statt um 5,3 Prozent dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2021 lediglich um 3,5 Prozent wachsen.
    • Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery erwartet, dass der harte Corona-Lockdown in Deutschland über den 10. Januar hinaus verlängert wird. Im neuen Jahr dürfe die Politik bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen „nichts überstürzen“, warnte er. Das Land dürfe nach dem harten Lockdown nur „langsam wieder auftauen“. Gehe dieser Prozess zu schnell, sei die Gefahr groß, dass das Land kurz darauf in eine noch größere Pandemiewelle gerate. Montgomery erwartet, dass es noch bis Ostern verschiedene Lockdown-Maßnahmen in Deutschland geben wird. „Auch wenn die Impfungen jetzt früher beginnen als erwartet, wird der Effekt nur allmählich zu einer Verbesserung der Lage beitragen“, sagte er.
    • Die verschärfte Corona-Krise in vielen Ländern hat der exportorientierten japanischen Wirtschaft einen Rückschlag beschert. Im November sanken die Exporte überraschend um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die Exporte im November um ein halbes Prozent zulegen würden.
    • Das griechische Parlament hat den Haushalt für 2021 und damit Rüstungsausgaben in Höhe von 2,5 Mrd. Euro genehmigt. Die Summe für das Militär ist damit fünfmal so hoch wie noch 2020. Regierungschef Mitsotakis begründete den Anstieg mit den Spannungen im östlichen Mittelmeer mit der Türkei.

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