Es besteht ein offensichtlicher Konsens an den US-Märkten, wie es mit diesen Trends weiter gehen wird - was für Elliottwellenanalyst Robert Prechter nichts anderes bedeutet, als: Diese Trends sind kurz davor, sich umzukehren.

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    "Jedes Individuum kann falsch liegen, wenn es um die Einschätzung der Märkte geht. Als ich in der Vergangenheit falsch lag habe ich im Nachhinein realisiert, dass ich entweder ein Teil der Herde wurde oder dass ich zu früh auf einen Trend gewettet hatte. Aber die Tatsache bleibt bestehen, dass wenn Vertreter einer kompletten Gilde externer Marktbeobachter einer Erwartung über die kommende Marktentwicklung zustimmen, dass das ein Signal ist.

    Die Lehren, die ich daraus ziehe, sind: (1) Jeder leidenschaftlich verteidigte Konsens unter Volkswirten ist ein hervorragendes Signal, um den Markt zu timen, da es bedeutet, dass es niemanden mehr gibt, der überzeugt werden muss, und daher sollte der betroffene Markt große Probleme haben, in die prognostizierte Richtung zu laufen, und (2) ein Research-Analyst kann diesen Vorteil nutzen, um Vorteile daraus zu ziehen."

    Prechter sieht bei diesen Trends einen Konsens der Marktteilnehmer, Investoren und Volkswirte:

    • Der US-Dollar - jeder ist bärisch
    • Zinsen - jeder denkt, sie werden steigen
    • Der Aktienmarkt - jeder bis auf Insider aus Unternehmen sind bullisch
    • Inflationserwartungen: Jeder denkt, sie werden weiter steigen
    • Wirtschaft: Jeder zeigt sich für das Jahr 2011 zuversichtlich
    • Öl: Jeder denkt, es steigt

    Es könnte an der Zeit sein, so der Rat Prechters, dass Investoren gegen diese Trends wetten.

    ...Ich halte das für gefährlich...wobei Jim Rogers beim US-Dollar eine ähnliche Meinung vertritt. Er sagte vorige Woche auf CNBC, dass er darüber nachdenkt, den Dollar zu kaufen - denn: Entweder fällt der Dollar jetzt nochmal um 3-4%, dann wäre alles zu spät (er wäre auf einem neuen Tief) - oder er steigt ab sofort um 20%. Rogers sieht hier ein "sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis". O-Ton dazu von ihm: "Wenn er fällt, habe ich 3-4% Verlust und ich hoffe, ich bin noch solvent, wenn ich dann verkaufe."

    Autor: Jochen Stanzl - Chefredakteur Rohstoff-Report.de

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