• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 69,825 $/Barrel

New York (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise sind am Donnerstag angesichts der steigenden Rohöllagerbestände in den USA gesunken. Die Rohöltermingeschäfte der Sorte Brent notierten am Mittag knapp unter der 70 Dollar-Marke. In dieser Woche kratzte der Brent-Preis kurzzeitig an der 73-Dollar-Schwelle. Rohöl-Futures der Sorte WTI sanken weiter auf 61 Dollar/Barrel, nachdem sie am Vortag bereits um 2,5 Prozent gefallen waren.

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Die US-Rohöllagerbestände erreichten vergangene Woche ihren höchsten Stand seit Juli 2017, wie die Energy Information Administration (EIA) am Mittwoch mitteilte. Die kommerziellen US-Rohöllagerbestände kletterten in der Woche zum 17. Mai um 4,7 Mio. auf 476,8 Mio. Barrel. Neben der schwachen Nachfrage der Raffinerien nach Rohöl trug auch der geplante Verkauf von strategischen Erdölreserven (SPR) der USA in den kommerziellen Markt zum Anstieg bei. Die Benzinbestände verzeichneten ebenfalls einen überraschenden Anstieg um 3,7 Mio. Barrel.

Aufgrund vieler spezieller US-Faktoren ist bei der Beurteilung der Situation am globalen Ölmarkt nach Ansicht von Rohstoffexperten der Commerzbank der alleinige Blick auf die Lagerentwicklung in den USA irreführend. Diese werde vor allem durch eine steigende heimische Ölproduktion und unzureichende Pipelinekapazitäten beeinflusst. Im Zuge dessen notiere WTI weiter mit einem deutlichen Abschlag von fast 10 Dollar gegenüber Brent. Zudem könnte Saudi-Arabien mit Blick auf die weiter steigenden US-Bestände noch vorsichtiger werden, die Produktion anzuheben. Auch laut den Analysten von BNP Paribas könnten die hohen US-Lagerbestände dazu führen, dass die OPEC ihre freiwilligen Angebotskürzungen beibehalten wird.

Die US-Rohölproduktion kletterte in der Berichtswoche um 100.000 Barrel pro Tag (bpd) auf 12,2 Mio. bpd, womit die Produktion in der Nähe ihres Ende April erreichten Rekordwertes von 12,3 Mio. bpd lag.

Der anhaltende Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China, der das Wirtschaftswachstum und damit auch die Prognosen zur Ölnachfrage trübt, sorgt darüber hinaus für Preisdruck.

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