1. Die heutigen Zahlen zeigen wenig Bewegung bei den Lagerbeständen an. Die US-Rohölvorräte wurden in der vergangenen Woche um 0,4 Mio. Barrels leicht abgebaut (Bloomberg-Median: -0,35 Mio. Barrels). Auch die Benzinlagerbestände verzeichneten ein Minus von 0,6 Mio. Barrels. Hier hatten die Analysten jedoch mit einem leichten Anstieg gerechnet (Bloomberg-Median: 0,45 Mio. Barrels). Erfreulicherweise stieg die Kapazitätsauslastung der US-Ölraffinerien um einen Prozentpunkt auf 88,1 %. Schließlich setzte sich bei den Heizöl- und Diesellagern der Abbautrend fort: Die Vorräte wurden um 1,0 Mio. Barrels reduziert (Bloomberg-Median: 0,5 Mio. Barrels). Alles in allem ist die aktuelle Lage bei den Energierohstoffvorräten zufriedenstellend. Bei Rohöl kann man die derzeitige Situation sogar als sehr günstig bezeichnen.

2. Die vergangene Woche stand im Zeichen von leicht steigenden Ölpreisen. Die Rohölsorte WTI notierte zuletzt wieder über 61 US-Dollar. Anstatt handfester Fakten waren es jedoch eher Mutmaßungen über den US-Winter und die OPEC-Fördermengen, die zum Anstieg geführt haben. Für den Nordosten der USA kündigte der nationale Wetterservice den Wintereinbruch an, was die Marktteilnehmer in erhöhten Heizbedarf übersetzten, auch weil diese Region für den Großteil der US-Heizkosten verantwortlich ist. Dies kam in gestiegenen Ölpreisen zum Ausdruck. Zudem äußerte der Saudi-arabische Ölminister Naimi, dass er eine weitere Fördermengenkürzung der OPEC-Länder beim nächsten Treffen am 14. Dezember für wahrscheinlich hält. Für eine Abkehr von der seit Wochen anhaltenden Seitwärtsbewegung der Ölpreise reichen diese Nachrichten jedoch nicht aus.

3. Die Spekulanten am Ölmarkt bleiben unentschlossen. Die nicht-kommerziellen Händler reduzierten zwar ihre Netto-Long-Positionierung an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) in der vergangenen Woche und die Mehrheit der Spekulanten wettet weiterhin auf steigende Ölnotierungen. Doch eine eindeutige Richtung, in die der Ölpreis aus Sicht der nicht-kommerziellen Händler in nächster Zeit gehen wird, ist nicht zu erkennen.

Quelle: DekaBank

Die DekaBank ist im Jahr 1999 aus der Fusion von Deutsche Girozentrale - Deutsche Kommunalbank- und DekaBank GmbH hervorgegangen. Die Gesellschaft ist als Zentralinstitut der deutschen Sparkassenorganisation im Investmentfondsgeschäft aktiv. Mit einem Fondsvolumen von mehr als 135 Mrd. Euro und über fünf Millionen betreuten Depots gehört die DekaBank zu den größten Finanzdienstleistern Deutschlands. Im Publikumsfondsgeschäft hält der DekaBank-Konzern einen Marktanteil von etwa 20 Prozent.