• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 58,315 $/bbl.

New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise geben am Dienstag etwas nach. Gegen Mittag kostete ein Barrel Brent 58,18 US-Dollar. Das war rund ein halbes Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel WTI verlor etwas stärker um ein dreiviertel Prozent auf 54,43 Dollar/Barrel.

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Der eskalierende Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China, den beiden größten Energieverbrauchern der Welt, hat die Ölpreise in den letzten Monaten stark belastet. Fast alle Gewinne seit Jahresbeginn sind aufgebraucht. „Wir erachten den Preisrückgang als übertrieben, da sich die Nachfrage nicht so stark abschwächen dürfte wie befürchtet“, sagt Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank. „Saudi-Arabien würde ansonsten mit einer weiteren Produktionskürzung reagieren“. Der Markt unterschätze außerdem die Angebotsrisiken wegen der geopolitischen Spannungen im Mittleren Osten, so Fritsch.

Die erneuten Pläne von Saudi-Arabien, den Ölkonzern Saudi Aramco an die Börse zu bringen, verstärken das Interesse des Landes an höheren Ölpreisen. Das größte OPEC-Mitglied gab nun bekannt, seine Rohölexporte im August und September unter der Marke von 7 Mio. Barrel pro Tag zu halten, um die globalen Öllagerbestände weiter zu entlasten. Die schnelle Reaktion aus Saudi-Arabien werde wahrscheinlich den Ölpreis stabilisieren, aber der Ölpreis dürfte sich nicht viel über der Marke von 60 Dollar/Barrel bewegen, bis es Anzeichen für Fortschritte bei den Handelsverhandlungen zwischen den USA und China gebe, zitierte Reuters Stephen Innes, Managing Partner bei VM Markets Pte Ltd.

Die OPEC und ihre Verbündeten, bekannt als OPEC+, haben sich darauf geeinigt, seit dem 1. Januar ca. 1,2 Mio. Barrel pro Tag weniger zu produzieren. Jedoch verhindert die boomende US-Schieferölproduktion weiterhin, den globalen Angebotsüberhang zu verringern, was die Preise belastet.

Die US-Ölproduktion aus sieben großen Schieferformationen wird voraussichtlich im September um 85.000 Barrel pro Tag (bpd) auf einen Rekordwert von 8,77 Mio. Bad steigen, wie die Energy Information Administration in ihrem jüngsten Monatsbericht prognostizierte. Die Inbetriebnahme einer großen Pipeline zwischen dem Permer Schieferbecken und der Golfküste sorgt zudem für ein noch höheres Rohölangebot auf dem Weltmarkt.

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