Schenkt man der Klimaprognose eines der führenden Wetterdienste der USA, so wird es an der US-Ostküste einen sehr kalten Winter geben. Die US-Ostküste ist für 90 Prozent des Heizöl-Verbrauchs der USA verantwortlich.

„Die Temperaturen östlich des Mississippi werden rund 1 Grad (Fahrenheit) unter Normal liegen“, so AccuWeather, ein Lieferant von Wetterprognosen für 130,000 Kunden weltweit. AccuWeather beliefert Regierungsstellen, Radio- und TV-Stationen, Webseiten und Unternehmen mit Wetterinformationen.

Ein Indiz für einen kalten Winter sei laut AccuWeather die bisher aktive Hurrikan-Saison in den USA. Bisher gab es neun tropische Stürme in den USA und AccuWeather rechnet im Gesamtjahr mit insgesamt 18 tropischen Stürmen.

„In diesem Jahr ist einiges los“, bemerkt Ken Reeves, leitender Meterologe bei AccuWeather. Es habe derart viele tropische Stürme an nur drei Jahren zuvor gegeben. Erstmals im Jahr 1933, als 21 tropische Stürme gezählt wurden. Im Jahr 1969 waren es laut AccuWeather 18 Stürme und im Jahr 1995 19. „An allen Jahren waren die darauffolgenden Winter besonders hart“, betont Reeves.

Auch sei die relativ hohe Wassertemperatur vor der US-Ostküste ein Vorbote für einen harschen Winter. AccuWeather erwartet, dass die hohen Wassertemperaturen noch bis in den Herbst hinein anhalten werden, wodurch sich über Land Hochdruck- und über dem Meer Tiefdruckgebiete bilden werden. „Da sich die Luft immer von Hoch- hin zu Tiefdruckgebieten bewegt, wird das die Abkühlung des Festlandes verstärken, da die warme Luft vom Land aufs Meer hinaus weht“, bemerkt Reeves.

An der pazifischen Ostküste rechnet AccuWeather in diesem Jahr mit normalen Wassertemperaturen. Es werde weder kälter als normale Temperaturen (El Nina) noch wärmer als normale Temperaturen (El Nino) geben. Beide Phänomene sorgen erfahrungsgemäß für einen milden Winter, so AccuWeather. Da sie wahrscheinlich ausbleiben, fallen die Temperaturen.

Die Heizölnachfrage ist bereits durch den heißen Sommer in den USA sehr hoch, da über die elektrisch betriebenen Klimaanlagen hinaus viele zusätzliche Aggregate durch Heizöl betrieben werden. Viele Verbraucher warten in den USA wie hierzulande das „Herbstloch“ ab, um dann die Heizöltanks aufzufüllen. Nach US-Regierungsprognosen wird der Heizölpreis in diesem Jahr bei 2,12 Dollar je Gallone liegen, ein Anstieg um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine zurückhaltende Prognose – sind doch die Heizölpreise in den ersten sechs Monaten des Jahres bereits um 47 cents gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs um ca. 30 Prozent.

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