Erdöl verzeichnete im US-Handel heute teilweise zweistellige Prozentgewinne, fiel allerdings am späten Nachmittag wieder auf neue Tagestiefs.

    Brent notierte zuletzt bei rund 31,6 Dollar pro Barrel, nachdem die Sorte in der Spitze auf 36,4 Dollar stieg, WTI war zuletzt nur noch 23,2 Dollar teuer, nachdem zwischenzeitlich ein Tageshoch von 28,4 Dollar markiert werden konnte.

    Hintergrund der Achterbahnfahrt waren unterschiedliche Gerüchte über das Ausmaß der Förderkürzungen, die derzeit auf einem außerordentlichen Treffen der OPEC+ verhandelt werden.

    Eröffnet wurde die Intraday-Rally von Spekulationen über einen Output-Cut in der Größenordnung von bis zu 20 Millionen Barrel pro Tag (siehe Guidants News), allerdings wurde diese Zahl im weiteren Tagesverlauf sukzessive wieder relativiert bis am Ende eine Reduzierung um 10 Millionen Barrel pro Tag als letztes Wort gehandelt wurde.

    Den Großteil der Einschränkungen wird Saudi-Arabien und Russland schultern, allerdings erwartet die OPEC+ von der G20-Gruppe morgen angeblich einen Beitrag von weiteren fünf Millionen Barrel.

    Wie Reuters mit Bezug auf den irakischen Ölminister berichtete soll die OPEC-Plus-Produktion im Zeitraum Mai /Juni um 10 Mio bpd sinken, bevor der Wert dann im Juli wieder auf 8 Mio bpd und ab 2021 auf 6 Mio bpd gelockert werden soll.

    Ein offizielles Statement liegt noch nicht vor.

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    Der Chart stellt die Erdölproduktion von Saudi-Arabien und Russland bis Dezember 2019 dar. Riyadh hatte zuletzt seine Produktion aber massiv auf über 12 Mio bpd ausgeweitet.