• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.092,55 $/Unze
  • Silber - Kürzel: XAG/USD - ISIN: XC0009653103
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 14,75 $/Unze
  • WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 44,48 $/Barrel

Kopenhagen (GodmodeTrader.de) - „Rohstoffe fielen in der vergangenen Woche auf ihr 13-Jahres-Tief aus dem August zurück, nachdem robuste US-Arbeitsmarktdaten eine Zinswende im Dezember wahrscheinlicher machen“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Dies und Spekulationen um eine mögliche Ausweitung des QE-Programms der EZB hätten den US-Dollar weiter gestärkt. In Kombination mit dem Überangebot von Schlüsselrohstoffen zu einer Zeit, in der das globale Wirtschaftswachstum und somit auch die Rohstoffnachfrage unsicher sind, werden wachstumsabhängige Rohstoffe weiter unter Druck gesetzt. Der Bloomberg Rohstoffindex verlor vergangene Woche 2,7 Prozent – einzig der Agrarrohstoffsektor konnte zulegen.

„Aufgrund des jüngsten Fed-Meetings erlebten Gold und Silber eine der schlechtesten Wochen des Jahres“, sagt Hansen. Hedgefonds, die Gold noch vor einem Monat auf die Marke von 1.192 US-Dollar pro Feinunze klettern ließen, seien vom aggressiven Statement der Fed auf dem falschen Fuß erwischt worden, was schließlich zu immensen Liquidationen einiger Longpositionen zur Folge hatte. „Zuvor lautete unser Argument, dass eine erste Zinserhöhung Käufe begünstigen könnte. Aber wenn der Markt die letzten Entwicklungen derart missinterpretiert, wird der Aufbau von Vertrauen noch eine ganze Zeit dauern“, sagt Hansen. Die Unsicherheit über die Zinswende werde die Rohstoffe wohl bis zur entscheidenden Fed-Sitzung Mitte Dezember in Atem halten.

„Die Aussicht auf eine Jahresendrallye beim Dollar sorgte beim Rohöl für zusätzlichen Verkaufsdruck. Dadurch wurden die erst kürzlich erzielten Kursgewinne teilweise wieder abgegeben“, sagt Hansen. Grund hierfür sei der US-Produktionszuwachs auf 9,16 Millionen Barrel täglich in Kombination mit einer nach wie vor auf Hochtouren laufenden Opec-Produktion. „Kurzfristig wird die Opec-Produktion mit Hilfe des Iran noch weiter ansteigen, sodass sich der Gleichgewichtsprozess weiter hinauszögern wird“, sagt Hansen abschließend.