• WTI Öl - Kürzel: WTI - ISIN: XC0007924514
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 52,790 $/Barrel

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die führenden Rohstoffindizes sind zuletzt stark unter Druck geraten. Sie fielen dabei deutlich unter die 200-Tage-Linien. Rohstoffe haben seit dem Frühjahr im Zeitraffer quasi einen ganzen Zyklus hingelegt. Noch zur Jahresmitte waren die Bullen an den Märkten vorne. Viele Finanzinvestoren sind in der Hoffnung auf noch höhere Preise vor allem bei Mineralöl umfangreiche Long-Positionen eingegangen. So manchem Produzenten eröffnete dies die Möglichkeit, das hohe Preisniveau bis weit in 2019 hinein abzusichern, wie Helaba-Analyst Heinrich Peters im aktuellen „Rohstoffreport“ schreibt.

Inzwischen spielten auch weit über das übliche Spektrum des makroökonomischen Umfelds hinaus politische Impulse eine Rolle. So habe sich der US-Präsident in das Mikromanagement diverser Rohstoffgruppen eingeschaltet. Schließlich gingen auch wichtige Akteure an den Rohstoffmärkten auf sein Spiel ein. Wir befänden uns daher aufgrund offener, wachsender Interdependenzen womöglich in einer neuen Rohstoffwelt. Dennoch bleibe der fundamentale Grundpuls entscheidend. Und hier scheine das Muster kurzfristig noch auf Dämpfung hinzudeuten, heißt es weiter.

„Mit der zuletzt hohen Abwärtsdynamik geht allerdings auch die Chance einer zügigen Bodenbildung und einer raschen Erholung einher. Umso mehr gilt dies, sofern die Wachstumsunsicherheiten wie von uns erwartet in den kommenden Quartalen nachlassen. Zugleich dürften Reaktionen der Angebotsseite auf den jüngsten Preisverfall nicht nur im Mineralölsektor unterstützend wirken. Allerdings werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen“, so Peters.