New York (Godmode-Trader.de) - Der Rohstoffsektor hat zuletzt durch die Reihe schwere Verluste erlitten. Am auffälligsten war das bei den Ölpreisen. Der Angebotsüberhang, sinkende Nachfrageschätzungen und spekulative Einflüsse haben den Brent-Rohölpreis binnen sieben Wochen auf bis auf 57 US-Dollar einbrechen lassen. Das war ein Preissturz von weit über 30 Prozent! Anfang Oktober kostete ein Barrel der Nordseesorte von knapp 87 Dollar. Nicht wenige Analysten prophezeiten seinerzeit baldige Öl-Notierungen von über 100 Dollar/Barrel. Doch nicht das Schwarze Gold allein, auch andere Rohstoffe, vor allem im Metallbereich, haben sich stark verbilligt. Der Preis für Kupfer etwa, das unter anderem wegen seiner elektrischen Leitfähigkeit als Rohstoff für die Industrie eine wichtige Rolle spielt, liegt seit Jahresanfang rund 17 Prozent im Minus. Die Edelmetalle haben im Laufe des Jahres ebenfalls an Wert verloren - Gold sieben, Silber 17 Prozent.

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    Jetzt aber könnte sich das Blatt wenden. Davon gehen die Rohstoff-Analysten der Investmentbank Goldman Sachs in einer aktuellen Studie aus. Fachmann Jeffrey Currie, erwartet, dass die Rohstoffpreise im nächsten Jahr in der Breit massiv steigen werden. Seines Erachtens hat es zuletzt eine Preisübertreibung nach unten gegeben. „Angesichts des Ausmaßes der Turbulenzen im Verhältnis zu den Fundamentaldaten glauben wir, dass Rohstoffe einen attraktiven Einstiegszeitpunkt für Long-Investments bieten“, schreibt Goldman-Analyst Currie.

    Die Allianz OPEC+ wird ihre jüngste "Gefälligkeits-Förderanhebung" mutmaßlich schon im Rahmen des nächsten Treffens im Dezember wieder revidieren. Neben Goldman Sachs erwarten die meisten Analystenhäuser, dass die OPEC ihre Ölförderung wieder verringern wird, um die Preise zu stabilisieren. Auch für Gold ist Goldman zuversichtlich. Analyst Currie argumentiert, die steigenden US-Zinsen seien weitergehend eingepreist. Wenn sich 2019 das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsame, könnte das gelbe Metall als defensive Anlage profitieren.