London (BoerseGo.de) – In der Woche bis zum 18. April haben die ETF-Investoren den Sektoren des STOXX Europe 600 überwiegend den Rücken gekehrt. Die ETFs auf die Unterindizes des STOXX Europe 600 verloren insgesamt 93,8 Millionen Dollar an Investorengeldern, wie aus der der Sektoren-Studie von BlackRock-ETF-Expertin Deborah Fuhr hervorgeht. Vor allem aus ETF auf den europäischen Rohstoff-Sektor flossen Gelder ab. Die Abflüsse lagen bei 144,5 Millionen Dollar. Wahrscheinlichster Grund: Gewinnmitnahmen. Der STOXX Europe 600 Basic Resources erzielte am 11. April ein Monatshoch von etwas über 1.090 Zählern. Zum Vergleich: Der höchste Stand, den dieser Index in diesem Jahr gesehen hat, lag bei 1.136,22 Punkten.

    Ebenfalls gelitten hat der Telekommunikationssektor. Hier zogen die Anleger 63,2 Millionen Dollar ab. Der Automobilsektor verlor 16,4 Millionen Dollar, nach Zuflüssen von 48,3 Millionen Dollar in der Vorwoche. Auch der Bankensektor baute sein Minus der Vorwoche aus. Aus diesem Sektor flossen 38 Millionen Dollar ab. In der Woche bis zum 8. April hatten die Anleger bereits 50,9 Millionen aus diesem Sektor abgezogen. Belastet hatten Unsicherheiten innerhalb der EU und die Frage, wie es mit dem Euro weitergeht. Portugal hatte in der Vorwoche die EU um Millionenhilfe gebeten. Auf Monatssicht liegt das im Minus im Bankensektor bei 120,7 Millionen Dollar. Aufs Jahr gesehen liegt er aber noch mit 349,1 Millionen Dollar im Plus.

    Der Öl- und Gassektor, der in der Vorwoche, der 14. Kalenderwoche, 46,4 Millionen US-Dollar, an Zuflüssen anziehen konnte, hat in der Woche bis zum 15. April ein leichtes Plus von 15 Millionen Dollar erzielen können. Auf Jahressicht flossen hier aber die meisten Gelder hinein: Die Zuflüsse liegen seit Jahresbeginn bei 491,9 Millionen Dollar. In der vergangenen Woche war der Industriegütersektor am erfolgreichsten: Er generierte Zuflüsse von 51,8 Millionen Dollar.