• RWE AG - Kürzel: RWE - ISIN: DE0007037129
    Börse: XETRA / Kursstand: 21,720 €

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - RWE konzentriert sich im Transformationsprozess bei der Berichterstattung nun vollständig auf seine stand-alone-Basis. Im ersten Halbjahr 2018 wurden die Erwartungen mit einem EBITDA von 1,14 Mrd. Euro (-21 %) und einem bereinigten Nettogewinn von 683 Mio. Euro (-23 %) übertroffen. Das EBITDA im Segment Braunkohle & Kernenergie ging infolge von niedrigeren abgesicherten Strompreisen, hohen Wartungsarbeiten und stillgelegte Kraftwerke deutlich zurück. Positiv überraschte auch das Segment Energiehandel.

Der Ausblick wurde mit einem bereinigten EBITDA von 1,4 bis 1,7 Mrd. Euro und einem bereinigten Nettogewinn von 0,5 bis 0,8 Mrd. Euro bestätigt. Zum Halbjahr wurde Letzteres
bereits erreicht. Nach Erachten von DZ Bank-Analyst Werner Eisenmann ist daher unverständlich, warum das Management nicht ein stärkeres Signal der Zuversicht setzte und das untere Ende der Zielbandbreite erhöht hat.

Für 2018 verspricht RWE weiter eine feste Dividende von 0,70 Euro, was einer Dividendenrendite von 3,4 Prozent entspricht. Der Durchschnitt des Versorgersektors liegt bei ca. 5,0 Prozent.

Der Energieversorger werde nach der Neuaufstellung zu einem reinen Stromproduzenten mit einem starken globalen Standbein bei Erneuerbaren Energien, was positiv zu werten sei, schrieb Analyst Werner Eisenmann in einer Studie von Dienstag. Das konventionelle Kraftwerksportfolio biete zudem die Möglichkeit von Energieengpässen im Zuge der Energiewende profitieren zu können.

Die Dividendenrendite liegt, so Eisenmann weiter, aber noch immer deutlich unter dem Sektor-Niveau. Die Kohle-Thematik habe sich zwar etwas entspannt, bleibe aber ein Unsicherheitsfaktor. Der Experte hält daher weiterhin einen Bewertungsabschlag für gerechtfertigt.