Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Einschätzung des Analysehauses Indeopendent Research zur RWE-Stammaktie - Halten (Kursziel: unverändert 15,00 Euro (Discounted-Cashflow-Modell)) - hat Bestand.

    Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, gehen mehrere kommunale RWE-Aktionäre davon aus, dass das Unternehmen die Dividende für das Geschäftsjahr 2015 senken wird. Der Kämmerer der Stadt Essen, Lars Martin Klieve, hält demnach eine Reduzierung auf 0,50 bis 0,60 (2014: 1,00) Euro je Aktie für realistisch.

    Dies wäre deutlich niedriger als von den Analysten (0,85 Euro) bisher erwartet worden ist (Marktkonsens: 0,78 Euro; tiefster Schätzwert laut Bloomberg: 0,50 Euro). Eine Halbierung der Dividende würde für den Konzern eine Verringerung des Mittelabflusses um gut 300 Millionen Euro bedeuten, so die Experten.

    Zudem habe die Ratingagentur Standard & Poor ́s in der vergangenen Woche die Bonitätsnote von RWE auf die zweitniedrigste Investment-Grade-Stufe gesenkt (neu: "BBB" (zuvor: "BBB+")), und den Ausblick auf "negativ" belassen. Des Weiteren werde der Indexanbieter STOXX über die zukünftige Zusammensetzung des Blue-Chip-Index der Eurozone - EuroStoxx 50 - entscheiden. Die RWE-Stammaktie dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus dem Index herausgenommen (Rang per 03.08.2015: 70) werden.

    Das Analyseteam von Independent Research senkt die Dividendenschätzungen (je Aktie) für die Geschäftsjahre 2015 (0,55 (alt: 0,85) Euro) und 2016 (0,55 (alt: 0,65) Euro). Damit belaufe sich die Dividendenrendite auf 3,9 Prozent (2015e/2016e), was zwar im derzeitigen Niedrigzinsumfeld attraktiv sei, im Branchenvergleich aber unterdurchschnittlich.