• RWE AG - Kürzel: RWE - ISIN: DE0007037129
    Börse: XETRA / Kursstand: 25,370 €

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - RWE wies im Gegensatz zum rückläufigen Verlauf im Vorjahr im ersten Halbjahr 2019 eine robuste Geschäftsentwicklung auf. Dabei konnte auf Basis von „RWE stand-alone“ (mit den Kerngeschäftsfeldern Braunkohle & Kernenergie, Europäische Stromerzeugung sowie Energiehandel; ohne innogy, aber inklusive deren fortgeführter Aktivitäten sowie der innogy-Dividende) von Steigerungen sowohl beim Umsatz als auch bei den Ergebniskennziffern berichtet werden.

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Positiv wirkte sich insbesondere die bereits vorab angekündigte „starke Handelsperformance“ im Segment Energiehandel (Vorjahr noch negativ) aus. Zudem lieferte hier auch das Gas- und LNG-Geschäft hohe Ergebnisbeiträge und Belastungen aus dem Vorjahr entfielen. Im Bereich Braunkohle & Kernenergie konnte die geringere Auslastung der Anlagen durch höhere Großhandelspreise kompensiert werden.
In den kommenden Wochen liegt der Fokus von RWE auf der gemeinsam mit E.ON geplanten Neuaufstellung der beiden Stromkonzerne, bei der ein weitreichender Tausch von Geschäftsaktivitäten vorgesehen ist. Dabei wird die Umsetzung im September erwartet.

Nachdem RWE bereits im ersten Quartal einen positiven Geschäftsverlauf aufgewiesen habe, sei die Geschäftsdynamik wie bereits im Vorfeld skizziert auch im zweiten Quartal erfreulich verlaufen, konstatierte Analyst Holger Fechner von der NordLB. Die auf Basis vorläufiger Zahlen bereits aufgrund einer „außerordentlich“ positiven Entwicklung im Energiehandel angehobene Ergebnisprognose für das Geschäftszahl 2019 habe der Vorstand bestätigt. Die mit E.ON angekündigte Neuordnung der Stromkonzerne solle im September abgeschlossen sein. Vorbehaltlich der letzten noch ausstehenden Zustimmung der Kartellbehörden für die angestrebte Transaktion erwartet Fechner weitere positive Impulse für RWE. Er bestätigte für die Aktie von RWE seine Kaufempfehlung und das bereits angehobene Kursziel von 31,50 Euro.

Das Ergebnis in im ersten Halbjahr war auch für die DZ Bank nochmals besser als erwartet. Der Hauptfokus für eine Einschätzung der RWE-Aktie sollte aber auf der Bewertung nach der Neuaufstellung liegen, schreibt Analyst Werner Eisenmann in einer Studie von Mittwoch. Die erwarteten Ergebnissteigerungen infolge der Fokussierung auf die Stromproduktion und den deutlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien seien in der Bewertung nicht ausreichend abgebildet. Gestiegene Stromfutures, zu niedrigen Preisen langfristig abgesicherte CO2-Verschmutzungsrechte und eventuelle Versorgungsengpässe im Zuge der Energiewende bzw. des Kohleausstiegs sind für Eisenmann die Gründe für seine Zuversicht. Ein Investment in die RWE-Aktie beinhalte aber auch Risiken, wie ein mögliches Scheitern der Transaktion, vorgezogene Neuwahlen oder niedrige Entschädigungen beim Kohleausstieg.

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