• Uni-Michigan-Konsumklima hellt sich auf
  • Deutsche Bank hat doch keine Steuerunterlagen von Trump
  • Trump: Handelsgespräche laufen gut
  • Ölpreise ziehen nach Tanker-Angriff deutlich an
  • LBBW: Neue Belastungsfaktoren für den Welthandel
  • USA wollen zwischen Türkei und Kurden vermitteln
  • Ölpreise explodieren nach Explosion auf iranischem Tanker
  • SAP-Chef tritt überraschend zurück
  • Dyson gibt Pläne für E-Auto-Einstieg auf

DAX

  • Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt war zum Wochenschluss von Hoffnung getragen. Der DAX beendete den Handel am Freitag mit einem Plus von 2,86 Prozent auf 12.511,65 Punkte. Äußerungen von US-Präsident Trump zum Verlauf der Handelsgespräche mit China stoßen am Markt auf ein positives Echo. Die Verhandlungen liefen wirklich gut, sagte Trump bereits am Donnerstag. Am Freitag schürte Trump den Optimismus mit zwei Tweets weiter. Und macht man sich am Markt berechtigte Hoffnung, dass es am Ende zu einer Art 'Mini-Deal' reichen könnte und vorerst keine weiteren Zölle in Kraft treten werden. Außerdem gibt es überraschende Fortschritte im Brexit-Streit zwischen Großbritannien und der Europäischen Union, um doch noch rechtzeitig vor dem Austrittstermin am 31. Oktober ein Abkommen zu vereinbaren. EU-Unterhändler Michel Barnier traf am Morgen in Brüssel den britischen Brexit-Minister Stephen Barclay. Am Donnerstag waren der britische Regierungschef Boris Johnson und sein irischer Kollege Leo Varadkar einer Lösung deutlich näher gekommen. Ein Deal bis zum 31. Oktober sei noch möglich, sagte Varadkar nach dem Gespräch mit Johnson. Vor einer Brexit-Einigung muss die Frage geklärt werden, wie die Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Nachbarn Irland offen gehalten werden kann.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Der US-Industrieausstatter Fastenal hat im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen mitteilte. Die Analysten hatten im Schnitt mit 1,37 Milliarden Dollar gerechnet. Der operative Gewinn stieg um 7,4 Prozent auf 281,9 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich um 8,0 Prozent auf 0,37 Dollar, was über den Erwartungen von 0,36 Dollar je Aktie lag.
  • Im abgelaufenen Monat begrüßte die Lufthansa Group knapp 14 Mio. Fluggäste und damit 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie sie am Freitag mitteilte. Die Auslastung der Sitzplätze verbesserte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 84,7 Prozent. Im Frachtgeschäft läuft es hingegen weiter schlecht. Die Auslastung sank im September um knapp fünf Prozentpunkte auf 59,3 Prozent.
  • Laut einem amerikanischen Berufungsgericht hat die Deutsche Bank entgegen früherer Annahmen keine Steuerunterlagen von Donald Trump im Bestand. Die Deutsche Bank sei nicht im Besitz solcher Dokumente des amerikanischen Präsidenten, teilte das Gericht mit. Die ehemalige Hausbank von Trump und seiner Familie hatte vor ein paar Wochen auf Anordnung des Gerichts erklärt, ihr lägen Steuerpapiere vor. Die Namen der betroffenen Personen waren in dem Schreiben zwar geschwärzt, es stand aber im Zusammenhang mit einer vorherigen Anhörung zu ihren geschäftlichen Verbindungen mit Trump. Nun habe die Bank dem Gericht erklärt, die Dokumente seien nicht von Donald Trump selbst.
  • Der Handelskonzern Metro befindet sich eigenen Angaben zufolge in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit Wumei Technology über die Veräußerung eines Mehrheitsanteils am China-Geschäft. Insgesamt würde der Wert an Metro China auf 1,9 Mrd. Euro taxiert. Metro selbst würden bei einem Abschluss des Deals rund eine Milliarde Euro zufließen. Zudem würde man mit rund einem Fünftel an Wumei Technology beteiligt, so der Konzern.
  • Der US-Sportartikelhersteller Nike beendet das Oregon Project (NOP). Der US-Konzern zog damit die Konsequenzen aus dem Skandal um Starcoach Alberto Salazar. „Wir haben beschlossen, das Oregon-Projekt zu beenden, damit sich die Athleten auf ihre Trainings- und Wettkampfbedürfnisse konzentrieren können", heißt es in der Nike-Stellungnahme. Zuvor hatten mehrere US-Medien über die Entscheidung des Unternehmens berichtet. Laut Nike habe die Untersuchungskommission nicht festgestellt, dass bei NOP-Athleten „jemals leistungssteigernde Mittel eingesetzt" worden seien. Die Gesamtsituation sei für die Läufer aber zu einer „unfairen Belastung" geworden. Der gebürtige Kubaner Salazar hatte alle Vorwürfe von sich gewiesen und Einspruch gegen das Urteil eingelegt.
  • Der französische Autohersteller Renault hat seinen Generaldirektor Thierry Bolloré des Amtes enthoben. Bolloré führte bei Renault das operative Geschäft. Interims-Nachfolgerin sei die bisherige Finanzchefin des Herstellers, Clotilde Delbos, teilte Renault nach einer Verwaltungsratssitzung mit. Präsident des Konzerns bleibt Jean-Dominique Senard. Bolloré hatte in einem Interview gesagt, er habe aus der Presse erfahren, dass Senard seinen Rückzug wünsche. Es handle sich um einen beunruhigenden Putsch, sagte er der Zeitung "Les Echos".
  • Der langjährige SAP-Vorstandschef Bill McDermott tritt überraschend zurück. Einen konkreten Grund für den Rücktritt McDermotts nannte das Unternehmen nicht. McDermotts Vertrag wäre noch bis 2021 gelaufen. Die Vorstandsmitglieder Jennifer Morgan und Christian Klein sollen mit sofortiger Wirkung seine Nachfolge antreten und den Softwarehersteller im Duo führen, wie der DAX-Konzern am frühen Freitagmorgen mitteilte. Seit 2014 stand McDermott allein an der Vorstandsspitze. Der Amerikaner hat den Konzern stark in Richtung Cloudsoftware zur Miete aus dem Internet umgebaut. Umsatz und Gewinn hat der Softwareriese im vergangenen Quartal kräftig gesteigert. Den Erlös erhöhte der Konzern im Jahresvergleich um 13 Prozent auf knapp 6,8 Mrd. Euro, netto blieb mit 1,26 Mrd. Euro 30 Prozent mehr Gewinn übrig. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg um 20 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Das war deutlich mehr als Analysten erwartet hatten, die operative Marge lag mit 30,6 Prozent überraschend hoch.
  • Der Autobauer BMW hat im September mehr Autos abgesetzt. BMW verkaufte von der Stammmarke 210.427 Autos und damit 4,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Hersteller konnte dabei einen schwächeren Absatz im Heimatmarkt Deutschland durch gute Verkäufe in China wettmachen. Nach neun Monaten stehen die Münchener mit 1,6 Mio. verkauften Fahrzeugen der Marke BMW mit 2,2 Prozent im Plus.
  • Dyson hat seine Pläne für einen Einstieg in das Geschäft mit Elektroautos zu den Akten gelegt. Der Hausgeräte-Spezialist sieht nach eigenen Angaben keine Möglichkeit, das in den letzten Jahren entwickelte Elektroauto kommerziell zu vertreiben. „Unser Automotive-Team hat in den letzten Jahren ein fantastisches Elektroauto entwickelt, allerdings sehen wir aufgrund der aktuellen Situation im Bereich Automotive keine Möglichkeit, das Produkt kommerziell gewinnbringend zu vertreiben", erklärte Dyson am Donnerstag. Das Autoprojekt werde deshalb eingestellt.
  • Der Zahlungsabwickler Wirecard hat einen neuen volldigitalen Ratenzahlungs-Service in Deutschland gestartet, der es Verbrauchern ermöglicht, alle Online-Käufe künftig in Raten zu bezahlen. Nach dem Launch in Deutschland soll der Service auch europaweit angeboten werden. Wirecard erwartet nach eigenen Angaben ein Transaktionsvolumen von mehr als 3 Mrd. Euro in den ersten Jahren.

Konjunktur & Politik

  • US-Präsident Donald Trump hat mit zwei Tweets die Hoffnung auf einen Handelsdeal mit China weiter befeuert. Weiterlesen.
  • Die US-Notenbank will durch den Kauf von kurzlaufenden US-Staatsanleihen (Treasury Bills) weitere Milliardenbeträge in die Finanzmärkte pumpen und die jüngsten Spannungen am Geldmarkt beseitigen. Die Käufe sollen Mitte Oktober beginnen und mindestens bis ins zweite Quartal 2020 andauern, teilte die Fed am Freitag mit. Das Volumen der Käufe solle zunächst rund 60 Milliarden Dollar pro Monat betragen. Ziel sei es, die Reserven der Banken auf dem Niveau von Anfang September 2019 oder darüber zu halten. Zugleich kündigte die Fed an, ihre sogenannten Repo-Geschäfte, mit der die Fed bereits zuletzt für zusätzliche Liquidität gesorgt hatte, mindestens bis über den Januar 2020 fortzusetzen. Fed-Chef Jerome Powell hatte die Anleihekäufe bereits im Laufe der Woche angekündigt.
  • Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober überraschend aufgehellt. Das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima stieg von 93,2 Punkten im September auf 96,0 Punkte im Oktober, wie die Universität Michigan auf vorläufiger Basis mitteilte. Erwartet wurde eigentlich ein Rückgang auf 92,0 Punkte.
  • Die Importpreise in den USA sind im September um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,1 Prozent, nach einem Minus von revidiert 0,2 Prozent im Vormonat.
  • Neue Umweltauflagen für die Containerschifffahrt könnte laut der Landesbank Baden-Württemberg LBBW den Welthandel und damit die globale Wirtschaft beschädigen. Schweröl soll in den kommenden Monaten zugunsten schwefeldioxidärmerer Schiffstreibstoffe faktisch verboten werden. „Als Konsequenz könnte das Weltwirtschaftswachstum 2020 spürbar geringer ausfallen, da mehr als 80 Prozent des Welthandels über die Schifffahrt abgewickelt werden“, warnte Analyst Per-Ola Hellgren. Hellgren erwartet steigende Kosten und sinkende Schiffskapazitäten, die den Welthandel belasten würden. Damit käme neben dem Handelsstreit zwischen den USA und China ein weiterer großer Belastungsfaktor hinzu.
  • Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Rohöl zurückgenommen. Für 2019 und 2020 wurde die Prognose um jeweils 100.000 Barrel pro Tag gesenkt, wie aus dem Freitag veröffentlichten Monatsbericht der IEA hervorgeht. Demnach geht die IEA davon aus, dass die tägliche Nachfrage 2019 um 1,0 Mio. Barrel und 2020 um 1,2 Mio. Barrel steigen werde.
  • Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im weiten Quartal auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Auf 6.237 Mrd. Euro summierte sich das Vermögen aus Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag mitteilte. Das war ein Plus von 95 Mrd. Euro bzw. 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
  • Das Bundeskabinett hat bei der geplanten Steuer auf Flugtickets nachgebessert. Die Ticketsteuer für kurze Flüge im Inland und in EU-Staaten soll nun etwas stärker steigen als zunächst geplant, die Steuern für längere Flüge dafür weniger stark. Das geht aus einem Entwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
  • Die Zahl der Minijobber in Deutschland lag zum Stichtag 30. Juni im gewerblichen Bereich bei gut 6,74 Mio. Beschäftigten, wie die Minijob-Zentrale in Essen mitteilte. Das waren fast 23.000 Personen weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Gegenüber der ersten statistischen Erhebung vor 15 Jahren ging die Zahl der Minijobber um rund 98.000 zurück.
  • US-Präsident Donald Trump hat sich über den Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China positiv geäussert. Die Verhandlungen liefen „wirklich gut“, sagte er am Donnerstag. Trump wiederholte, dass er am sich am heutigen Freitag mit dem chinesischen Delegationsleiter, Vizepremier Liu He, im Weissen Haus treffen werde.
  • Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im September um 1,2 Prozent höher als im gleichen Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit schwächte sich die Inflationsrate − gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – erneut ab. Im Vormonat August lag die Jahresrat noch bei 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat August blieben die Verbraucherpreise im September unverändert.
  • Die US-Regierung bemüht sich um eine Vermittlung zwischen der Türkei und den Kurden in Nordsyrien. Aus dem Aussenministerium in Washington hiess es, Präsident Donald Trump habe Diplomaten den Auftrag gegeben, die Möglichkeit eines Waffenstillstandes in dem Konflikt zu prüfen. Trump steht in den USA in der Kritik, weil er den Abzug der US-Truppen aus Nordsyrien angeordnet und damit den Weg für die türkische Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG ebnete.
  • Laut Washington Post waren mindestens vier nationale US-Sicherheitsbeamte von den Versuchen von US-Präsident Donald Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unter Druck zu setzen, so beunruhigt, dass sie bereits vor und unmittelbar nach dem Telefongespräch zwischen Trump und Selenskyj am 25. Juli Bedenken gegenüber einem Anwalt des Weißen Hauses Bedenken geäußert haben.

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