Wie der iranische Ölminister am Montag verkünden ließ, ist es "Unsinn", wenn Saudi-Arabien zusagt iranisches Öl ersetzen zu können. Entsprechende Äußerungen von Kronprinz Bin Salman seien nicht glaubwürdig und würden nur dazu dienen US-Präsident Trump zu befriedigen.

    Tatsächlich ist es fraglich, ob Riad seine Erdölproduktion nennenswert und dauerhaft steigern kann, denn um die Reservekapazität des Landes scheint es nicht zum Besten bestellt.

    Wie der saudische Energieminister vor wenigen Tagen in Moskau verlauten ließ, ist sein Land nur noch zur Mobilisierung von maximal 1,3 Mio bpd in der Lage. Das sind keine guten Nachrichten, den bis zuletzt ging beispielsweise die EIA von 1,5-2 Mio bpd aus.

    Ebenfalls besorgniserregend war die Zusage von Khalid al-Falihs, dass Saudi-Arabien in den kommenden Jahren 20 Milliarden Dollar in Erhalt und Ausbau seiner Reservekapazität investieren will beziehungsweise muss.

    Die Zahl verdeutlicht: Das Königreich muss mittlerweile exorbitant hohe Kosten aufwenden um seinen Status als "Swing-Producer" aufrecht zu erhalten. Das Bild eines im Öl schwimmenden Landes bekommt einmal mehr Kratzer.